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Unsere Goldgräber-Aktien im August 2026
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Zusammenfassung
Es gibt zu viel Auswahl bei Aktien. Jeden Monat steht der Aktienkauf an. Aber wir haben die Qual der Wahl. Es gibt viele tolle Aktien am Markt, aber nicht jede ist kaufenswert.
Wir helfen dir, spannende Aktien zu finden. In unseren “Goldgräber-Aktien”-Artikeln stellen wir dir jeden Monat interessante Kaufchancen vor. Wir wählen nur eine kleine Anzahl von Aktien aus. Aktien, die wir analysiert haben und du in unserer Watchlist findest. Wir stellen dir die Aktien vor, von denen wir selbst überzeugt sind.
Ausführliche Einschätzung. Wir haben diese Unternehmen für dich analysiert und erklären dir zu jeder Aktie, was das Unternehmen macht. Außerdem erklären wir dir, warum wir die Aktie aktuell spannend finden.

1. Constellation Software Aktie
Constellation Software
Unternehmen und Marktstellung. Constellation Software zählt zu den erfolgreichsten Softwareunternehmen Kanadas und ist auf die Übernahme spezialisierter Softwareanbieter spezialisiert. Anders als klassische Softwarekonzerne entwickelt das Unternehmen kaum selbst neue Produkte, sondern kauft etablierte Nischenanbieter mit treuen Kunden. Dadurch entstand ein breit diversifiziertes Portfolio mit Hunderten Softwarefirmen in unterschiedlichsten Branchen.
Zentrales Geschäftsmodell. Im Mittelpunkt steht der Erwerb profitabler Vertical-Market-Software-Unternehmen, deren Programme häufig geschäftskritische Aufgaben übernehmen. Die Kunden wechseln nur selten den Anbieter, wodurch ein hoher Anteil wiederkehrender Wartungs-, Lizenz- und Serviceerlöse entsteht. Constellation lässt die übernommenen Unternehmen weitgehend eigenständig arbeiten und investiert die erwirtschafteten Mittel kontinuierlich in weitere Übernahmen. Dieses dezentrale Modell bildet die Grundlage für das langjährige Wachstum.
Perspektiven und Entwicklung. Das Wachstum basiert vor allem auf weiteren Übernahmen. Weltweit gibt es noch viele spezialisierte Softwareunternehmen als potenzielle Übernahmekandidaten. Gleichzeitig sorgen die fortschreitende Digitalisierung und die hohe Kundenbindung für eine stabile Nachfrage nach spezialisierter Unternehmenssoftware.

Kennzahlen
Umsatzwachstum. Constellation Software blickt auf eine außergewöhnliche Wachstumshistorie zurück. In den vergangenen zehn Jahren stieg der Umsatz im Durchschnitt um 20,3 % pro Jahr. Angetrieben wird diese Entwicklung vor allem durch die kontinuierliche Übernahme spezialisierter Softwareunternehmen. Dank der stark dezentralen Struktur kann der Konzern zahlreiche Firmen integrieren, ohne das operative Geschäft unnötig zu verkomplizieren.
Operative Gewinnmarge. Trotz hoher Übernahmeaktivität erwirtschaftete Constellation Software 2025 eine EBIT-Marge von 13,2 %. Das Geschäft mit geschäftskritischer Branchensoftware sorgt für wiederkehrende Erlöse und eine hohe Kundenbindung. Gleichzeitig drücken Abschreibungen auf übernommene immaterielle Vermögenswerte auf das ausgewiesene Ergebnis, weshalb die tatsächliche operative Ertragskraft höher einzuschätzen ist.
Bilanz. Die aggressive Übernahmestrategie geht nicht zulasten der finanziellen Stabilität. Mit einem Verhältnis von Net Debt zu EBITDA von 1,3 bleibt die Verschuldung komfortabel beherrschbar. Damit verfügt Constellation Software weiterhin über ausreichend Spielraum für neue Akquisitionen.
Dividende. Für Einkommensinvestoren spielt die Aktie nur eine Nebenrolle. Constellation Software zahlt zwar regelmäßig eine Dividende, die Rendite liegt jedoch lediglich bei rund 0,2 %. Der Großteil des erwirtschafteten Kapitals fließt stattdessen in weitere Softwareübernahmen, mit denen langfristig deutlich höhere Renditen erzielt werden sollen.

Bewertung
Constellation Software ist nach einem Kursrückgang von rund 47 % gegenüber dem Rekordhoch deutlich günstiger geworden. Gründe sind vor allem KI-Sorgen und der Rücktritt von Gründer Mark Leonard als Präsident. Mit einem erwarteten KGV von 55,2 bleibt die Aktie jedoch anspruchsvoll bewertet. Der Kursrückgang allein macht sie daher noch nicht zu einem Schnäppchen.
Warum wir die Aktie spannend finden
Operativ bleibt Constellation robust: Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 20 %, organisch um 6 %. Die spezialisierten Softwarelösungen sind tief in den Abläufen der Kunden verankert und schwer zu ersetzen. Zudem kann der Konzern gesunkene Softwarebewertungen für weitere Übernahmen nutzen. Fallen die KI-Risiken geringer aus als befürchtet, bietet der Kursrückgang eine attraktive Kaufchance.

2. Copart Aktie
Copart Geschäftsmodell
Unternehmen und Marktstellung. Copart ist der weltweit führende Betreiber digitaler Fahrzeugauktionen für Unfall-, Gebraucht- und Bergungsfahrzeuge. Über seine Online-Plattform bringt das Unternehmen Versicherungen, Autohändler, Werkstätten und Exporteure zusammen und profitiert von seiner starken Marktposition sowie einem großen internationalen Netzwerk.
Zentrales Geschäftsmodell. Das Unternehmen organisiert die Vermarktung von Fahrzeugen im Auftrag von Versicherungen, Flottenbetreibern und Privatkunden. Copart übernimmt dabei Logistik, Lagerung und den gesamten Auktionsprozess. Die Erlöse stammen vor allem aus Gebühren für Verkäufer und Käufer. Dank des assetnahen Geschäftsmodells, hoher Skaleneffekte und der führenden Online-Plattform erzielt Copart seit Jahren hohe Margen.
Perspektiven und Entwicklung. Langfristig profitiert Copart von der steigenden Zahl wirtschaftlicher Totalschäden, einer wachsenden Fahrzeugflotte und der zunehmenden Digitalisierung des Gebrauchtwagenhandels. Gleichzeitig erweitert das Unternehmen seine internationale Präsenz und gewinnt kontinuierlich neue Kunden, wodurch weiteres Wachstum möglich bleibt.

Kennzahlen
Umsatzwachstum. Copart hat seinen Umsatz innerhalb von zehn Jahren von 1,15 Mrd. auf 4,65 Mrd. USD mehr als vervierfacht. Das entspricht einem durchschnittlichen Wachstum von 15,0 % pro Jahr. Steigende Fahrzeugwerte, höhere Gebühren und wachsende Auktionsvolumen treiben das Geschäft. Zusätzlich profitiert Copart davon, dass Versicherer immer mehr beschädigte Fahrzeuge als wirtschaftlichen Totalschaden einstufen.
Operative Gewinnmarge. Nur wenige Dienstleister arbeiten derart profitabel: 2025 erreichte Copart eine EBIT-Marge von 36,5 %. Die vollständig digitale Auktionsplattform lässt sich mit vergleichsweise geringen Zusatzkosten skalieren. Gleichzeitig sorgen das weitläufige Standortnetz und die große internationale Käuferbasis für einen Wettbewerbsvorteil, den kleinere Anbieter nur schwer nachbilden können.
Bilanz. Finanzielle Sorgen kennt Copart praktisch nur aus den Unfallakten seiner Kunden. Der Konzern verfügt über liquide Mittel und kurzfristige US-Staatsanleihen von insgesamt rund 4,8 Mrd. USD. Dem stehen keine Bankverbindlichkeiten gegenüber. Damit besitzt Copart eine außergewöhnlich robuste Bilanz und kann neue Standorte, Flächenkäufe sowie Aktienrückkäufe problemlos aus eigener Kraft finanzieren.

Bewertung
Die Copart-Aktie notiert rund 44 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Belastet haben rückläufige Versicherungsfahrzeuge, schwächere Halbjahreszahlen und der überraschende CEO-Wechsel. Mit einem erwarteten KGV von 16,9 ist ein erheblicher Teil der aktuellen Wachstumssorgen bereits im Aktienkurs berücksichtigt. Im dritten Quartal zeigte sich mit 2,1 % Umsatzwachstum bereits eine leichte Stabilisierung.
Warum wir die Copart-Aktie aktuell spannend finden
Kurzfristig fehlen Fahrzeuge, langfristig bleibt der Trend intakt: Steigende Reparaturkosten und technisch komplexere Autos führen häufiger zum wirtschaftlichen Totalschaden. Coparts riesiges Flächennetz, die digitale Auktionsplattform und Käufer aus über 185 Ländern sind schwer nachzubauen. Erholt sich das Verkaufsvolumen, dürfte das hochprofitable Geschäftsmodell wieder stärker wachsen. Der deutliche Kursrückgang eröffnet daher eine interessante Einstiegschance.

3. Paycom Aktie
Paycom Geschäftsmodell
Unternehmen und Marktstellung. Paycom zählt zu den führenden Anbietern cloudbasierter Personalsoftware in den USA. Die Plattform unterstützt Unternehmen bei der Verwaltung von Personalprozessen – von der Lohnabrechnung über das Bewerbermanagement bis hin zur Zeiterfassung. Besonders im Mittelstandssegment hat sich Paycom eine starke Marktposition aufgebaut.
Zentrales Geschäftsmodell. Das Unternehmen bietet eine integrierte Softwarelösung, über die Arbeitgeber und Mitarbeiter zahlreiche Personalaufgaben digital abwickeln können. Die Erlöse stammen überwiegend aus wiederkehrenden Abonnement- und Servicegebühren. Dank des Softwaremodells erzielt Paycom hohe Margen und profitiert von einer engen Kundenbindung.
Perspektiven und Entwicklung. Langfristig dürfte die fortschreitende Digitalisierung von Personalabteilungen die Nachfrage weiter erhöhen. Gleichzeitig erweitert Paycom seine Plattform kontinuierlich um neue Funktionen und Automatisierungslösungen. Dadurch kann das Unternehmen bestehende Kunden stärker binden und zusätzliche Marktanteile gewinnen.

Kennzahlen
Umsatzwachstum. Paycom hat sich in den vergangenen zehn Jahren vom aufstrebenden Anbieter zum etablierten Softwarekonzern entwickelt. Der Umsatz legte dabei durchschnittlich um starke 20,1 % pro Jahr zu. Inzwischen hat sich das Wachstum zwar auf 9,0 % im Jahr 2025 normalisiert, doch wiederkehrende Erlöse machen mittlerweile 93 % des Gesamtumsatzes aus. Das sorgt für hohe Planbarkeit.
Operative Gewinnmarge. Bei der Profitabilität spielt Paycom seine Softwarestärke voll aus. Die EBIT-Marge erreichte 2025 beachtliche 33,4 % und hat sich langfristig deutlich verbessert. Da zusätzliche Kunden auf derselben cloudbasierten Plattform betreut werden können, steigen die Kosten wesentlich langsamer als die Erlöse. Automatisierte Personal- und Gehaltsprozesse machen das Geschäftsmodell entsprechend gut skalierbar.
Bilanz. Schulden sucht man bei Paycom vergeblich. Ende 2025 verfügte das Unternehmen über 370 Mio. USD an liquiden Mitteln und war vollständig frei von Finanzverbindlichkeiten. Diese komfortable Ausgangslage verschafft dem Konzern reichlich Spielraum für Produktentwicklung, internationale Expansion und Aktienrückkäufe. Die finanzielle Stabilität zählt damit klar zu den größten Stärken des Unternehmens.
Dividende. Paycom gehört erst seit 2023 zu den Dividendenzahlern und kann daher weder eine lange Ausschüttungshistorie noch bemerkenswertes Dividendenwachstum vorweisen. Seit der Einführung wurde die jährliche Dividende nicht erhöht. Mit einer Rendite von rund 1,1 % bleibt sie eine überschaubare Zugabe, während Aktienrückkäufe bei der Kapitalrückführung die größere Rolle spielen.

Bewertung
Vom früheren Bewertungsaufschlag ist bei Paycom kaum noch etwas übrig. Nach dem deutlichen Kursrückgang wird der Anbieter von Personal- und Lohnabrechnungssoftware nur noch mit einem erwarteten KGV von 13,2 gehandelt. Damit spiegelt der Aktienkurs bereits viel Misstrauen gegenüber dem verlangsamten Wachstum und dem zurückhaltenden Ausblick wider.
Warum wir die Paycom-Aktie aktuell spannend finden
Paycom muss keine hohen Wachstumsraten zurückerobern, damit die Aktie wieder attraktiver bewertet wird. Die Plattform bündelt zentrale Personalprozesse in einem System und sorgt mit Lösungen wie Beti für mehr Automatisierung. Wiederkehrende Erlöse, hohe Margen und eine Kundenbindungsrate von zuletzt 91 % bilden dafür eine solide Grundlage.
Das größte Risiko bleibt die schwache Wachstumsdynamik. Zudem hängt ein Teil der Einnahmen von der Zahl der abgerechneten Beschäftigten ab, wodurch eine Abkühlung des US-Arbeitsmarktes zusätzlich belasten würde. Bei einer Renditeerwartung von 15,8 % und der inzwischen niedrigen Bewertung werden Anleger für diese Unsicherheiten aus unserer Sicht jedoch angemessen entschädigt.

4. Hexagon Aktie
Hexagon Geschäftsmodell
Unternehmen und Marktstellung. Hexagon zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Messtechnik, Sensorik und industrieller Software. Die Lösungen des schwedischen Konzerns kommen unter anderem in der Fertigungsindustrie, im Bauwesen, in der Vermessung sowie im Bergbau zum Einsatz. Dank seiner breiten Aufstellung gehört Hexagon in vielen Nischen zu den technologisch führenden Anbietern.
Zentrales Geschäftsmodell. Hexagon verbindet hochpräzise Messgeräte mit intelligenter Software, um Prozesse effizienter und genauer zu machen. Kunden nutzen die Lösungen beispielsweise für Qualitätskontrollen, digitale Fabriken, autonome Systeme oder die Vermessung von Infrastrukturprojekten. Ein wachsender Software- und Serviceanteil sorgt dabei für wiederkehrende Erlöse und stärkt die Kundenbindung.
Perspektiven und Entwicklung. Die zunehmende Automatisierung, Digitalisierung und Vernetzung der Industrie eröffnet Hexagon langfristig attraktive Wachstumschancen. Gleichzeitig gewinnen Themen wie Robotik, digitale Zwillinge und künstliche Intelligenz immer stärker an Bedeutung. Mit seiner Kombination aus Sensorik, Software und Datenanalyse ist das Unternehmen gut positioniert, um von diesen Entwicklungen zu profitieren.

Kennzahlen
Umsatzwachstum. Hexagon hat seinen Umsatz seit 2015 von 3,04 Mrd. auf 5,43 Mrd. EUR gesteigert. Das entspricht einem durchschnittlichen Plus von rund 6,0 % pro Jahr. Neben eigener Produktentwicklung trugen zahlreiche Übernahmen zum Wachstum bei. Auf diese Weise entwickelte sich der frühere Industriekonzern zu einem führenden Anbieter von Messtechnik, Sensoren und Industriesoftware.
Operative Gewinnmarge. Präzision zahlt sich bei Hexagon auch finanziell aus. 2025 erreichte der Konzern eine EBIT-Marge von 26,8 %. Software, wiederkehrende Erlöse und technologisch anspruchsvolle Messsysteme ermöglichen hohe Preise und attraktive Margen. Allerdings lag die Profitabilität unter dem Vorjahresniveau, unter anderem wegen Währungseffekten, eines ungünstigeren Produktmixes und zusätzlicher Kosten.
Bilanz. Obwohl Übernahmen seit vielen Jahren zur Wachstumsstrategie gehören, ist Hexagon finanziell solide aufgestellt. Das Verhältnis von Net Debt zu EBITDA beträgt lediglich 1,0. Damit bleibt die Verschuldung problemlos tragbar und deutlich unter dem unternehmenseigenen Höchstwert von 2,5. Für Investitionen, kleinere Akquisitionen und die weitere Entwicklung von Automatisierungs- und Robotiklösungen besteht ausreichend Spielraum.
Dividende. Hexagon beteiligt seine Aktionäre bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten regelmäßig am Gewinn. Nach mehreren Erhöhungen blieb die Ausschüttung für 2025 jedoch bei 0,14 EUR je Aktie stehen. Die Dividendenrendite beträgt aktuell rund 1,9 %. Eine klassische Hochdividendenaktie ist Hexagon damit nicht, zumal laut Dividendenpolitik nur 25 bis 35 % des Gewinns ausgeschüttet werden sollen.

Bewertung
Mit einem erwarteten KGV von 22,3 ist Hexagon kein klassisches Schnäppchen. Margendruck, Währungsbelastungen und die unsichere Industrienachfrage sorgen jedoch für Zurückhaltung. Gemessen an der hohen Profitabilität und den langfristigen Wachstumsaussichten erscheint die Bewertung dennoch vertretbar.
Warum wir die Hexagon-Aktie aktuell spannend finden
Hexagon profitiert vom wachsenden Bedarf an Präzisionsmesstechnik, industrieller Automatisierung und autonomen Systemen. Im Mai 2026 wurde das Softwaregeschäft Octave abgespalten und separat an die Börse gebracht. Die dargestellten Geschäftszahlen und die Segmentgrafik für 2025 enthalten Octave noch. Wir befürworten diesen Schritt, da sich Hexagon nun gezielter auf seine Stärken in Messtechnik, Positionierung, Sensorik und Robotik konzentrieren kann.
Die Nachfrage aus der Industrie verläuft allerdings nicht gleichmäßig. Werden Investitionen im Automobilbau, Maschinenbau oder in China zurückgefahren, bekommt Hexagon dies bei den Auftragseingängen zu spüren. Dennoch überzeugen uns die führenden Marktpositionen und die langfristigen Wachstumstreiber. Zusammen mit der erwarteten Rendite von 13,7 % ergibt sich aus unserer Sicht ein attraktives Verhältnis von Chancen und Risiken.

5. BlackRock Aktie
BlackRock Geschäftsmodell
Unternehmen und Marktstellung. BlackRock ist der größte Vermögensverwalter der Welt und verwaltet rund 15 Billionen USD für Privatanleger, Unternehmen, Pensionskassen und Staaten. Mit der ETF-Marke iShares, dem institutionellen Asset Management und der Analyseplattform Aladdin verfügt der Konzern über eine außergewöhnlich starke Marktposition im globalen Finanzsektor.
Zentrales Geschäftsmodell. Die Einnahmen entstehen überwiegend durch Verwaltungsgebühren, die sich am verwalteten Vermögen orientieren. Steigen die Mittelzuflüsse oder entwickeln sich die Kapitalmärkte positiv, wachsen in der Regel auch die Erträge. Ergänzt wird das Geschäft durch Technologie- und Beratungslösungen, die Banken, Versicherungen und andere Finanzinstitute bei der Steuerung ihrer Portfolios unterstützen.
Perspektiven und Entwicklung. BlackRock profitiert von langfristigen Trends wie dem weltweiten Vermögensaufbau, der zunehmenden Verbreitung kostengünstiger ETFs und der steigenden Nachfrage nach professioneller Geldanlage. Gleichzeitig eröffnen der Ausbau digitaler Plattformen und die stärkere Nutzung von Datenanalysen zusätzliche Wachstumschancen – auch unabhängig von der Entwicklung der Kapitalmärkte.

Kennzahlen
Umsatzwachstum. BlackRock wächst längst nicht mehr nur mit steigenden Börsenkursen. Seit 2015 erhöhte sich der Umsatz von 11,4 Mrd. auf 24,2 Mrd. USD, was einem jährlichen Plus von 7,8 % entspricht. Neben Rekordzuflüssen treiben inzwischen auch Technologieangebote und das Geschäft mit Privatmarktanlagen die Entwicklung voran. Die Übernahmen von GIP, HPS und Preqin verbreitern das Fundament zusätzlich.
Operative Gewinnmarge. Größe ist im Vermögensmanagement ein entscheidender Vorteil. BlackRock erreichte 2025 eine EBIT-Marge von 39,7 %. Ein Großteil der Einnahmen basiert auf Gebühren, während zusätzliche Kundengelder nur begrenzte Mehrkosten verursachen. Aladdin, iShares und höherpreisige Privatmarktprodukte stärken die Ertragskraft zusätzlich.
Bilanz. Trotz der jüngsten Übernahmeoffensive weist BlackRock nach der verwendeten Berechnung keine Nettoschulden aus. Das grundsätzlich kapitalarme Geschäftsmodell erzeugt hohe Mittelzuflüsse und benötigt nur vergleichsweise geringe Sachinvestitionen.
Dividende. BlackRock besitzt eine bemerkenswerte Ausschüttungshistorie: Seit 2010 wurde die Dividende in jedem Jahr erhöht. Für 2026 hob der Konzern die Ausschüttung sogar um 10 % an. Somit ergibt sich eine Dividendenrendite von rund 2,2 %. Damit verbindet die Aktie eine solide Anfangsrendite mit langfristig überdurchschnittlichem Dividendenwachstum.

Bewertung
BlackRock steht nicht wegen einer Krise auf der Kaufliste, sondern wegen der Kombination aus Qualität und vernünftigem Preis. Die Aktie liegt rund 15 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Ein erwartetes KGV von 18,7 ist für den weltgrößten Vermögensverwalter mit hoher Profitabilität und starken Mittelzuflüssen aus unserer Sicht angemessen.
Warum wir die BlackRock-Aktie aktuell spannend finden
Im zweiten Quartal 2026 verwaltete BlackRock erstmals 15,3 Bio. USD. Allein in diesem Zeitraum flossen dem Konzern netto 192 Mrd. USD zu. Neben dem boomenden iShares-Geschäft gewinnen durch die Übernahmen von GIP und HPS auch Infrastruktur und private Kredite an Gewicht. Damit erschließt BlackRock margenstärkere Einnahmequellen abseits klassischer Indexfonds.
Ganz entziehen kann sich BlackRock den Finanzmärkten allerdings nicht. Fallende Börsenkurse verringern das verwaltete Vermögen und damit die Gebühreneinnahmen. Hinzu kommen Integrations- und Liquiditätsrisiken durch den Ausbau des Privatmarktgeschäfts. Die enorme Größe, breite Aufstellung und errechnete Renditeerwartung von 10,7 % machen die Aktie dennoch zu einem attraktiven Langfristinvestment.
Über die Autoren
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Ibo Ahmiane (ProfessorFinanzen)
Vom normalen Bankangestellten zu einem der erfolgreichsten Finfluencer. Ibo spricht auf seinen Social Media Kanälen über finanzielle Bildung und erreicht dort schon über 2,2 Millionen Menschen. Durch seine Arbeit in der Bank musste er immer wieder feststellen, dass die meisten Menschen keine Ahnung davon haben, wie sie richtig mit ihrem Geld umgehen. Unser Bildungssystem hat scheinbar keinen Platz für Finanzbildung und das will er ändern. Ibo selbst hat im Alter von 28 Jahren bereits über 1.000.000€ investiert.
Haftungsausschluss und Transparenzhinweis
Sämtliche Inhalte dieser Analyse stellen journalistische Publikationen dar. Sie dienen ausschließlich Informations- und Lernzwecken und stellen keine Handlungsempfehlung hinsichtlich des Kaufs oder Verkaufs von Wertpapieren dar. Die Inhalte wurden sorgfältig nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, es kann jedoch keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte übernommen werden. Es wurden ausschließlich Informationen berücksichtigt, die den Autoren zum Stand der Veröffentlichung bekannt gewesen sind.
Alle Inhalte geben ausnahmslos und zu jeder Zeit die persönliche Meinung und Einschätzung der Autoren wieder. Ein Handel mit Wertpapieren wie z. B. Aktien ist mit Chancen, aber auch mit Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden und erfolgt auf eigene Verantwortung. Die Autoren übernehmen keine Haftung für Schäden und Verluste, die sich aus einer Handlung auf Basis der zur Verfügung gestellten Informationen ergeben. Die Autoren halten zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels die Aktie von Constellation Software.

