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NVIDIA Aktienanalyse

NVIDIA ist die treibende Kraft hinter der KI-Revolution. Der weltweite Bedarf an Rechenleistung steigt rasant und Unternehmen investieren Milliarden in neue KI-Rechenzentren. Als Marktführer für KI-Chips liefert NVIDIA die entscheidende Technologie dafür: von Grafikprozessoren über Netzwerktechnik bis hin zu kompletten KI-Plattformen.
07.08.2026
 - 
Ibo Ahmiane
Aktienanalyse
S&P 500
US
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Einleitung

KI-Revolution mit Risiken. NVIDIA ist der große Gewinner des KI-Booms. Kaum ein Unternehmen hat in den letzten Jahren so stark von der steigenden Nachfrage nach Rechenleistung profitiert. Die Grafikprozessoren sind heute das Herzstück moderner KI-Systeme und bei vielen Kunden unverzichtbar. Doch kann NVIDIA dieses Tempo halten oder steckt der größte Teil des Erfolgs bereits im Aktienkurs?

Marktführer mit enormem Potenzial. Die Nachfrage nach KI-Rechenzentren wächst weiter rasant und NVIDIA baut sein Geschäft längst über Chips hinaus aus. Netzwerktechnik, Software und komplette KI-Infrastrukturen sollen die nächste Wachstumsphase antreiben. Gleichzeitig nehmen Konkurrenz und geopolitische Risiken zu. Eigene KI-Chips großer Kunden, Exportbeschränkungen und die Abhängigkeit von TSMC könnten den Höhenflug bremsen.

Die wichtigste KI-Aktie der Welt?
NVIDIA verbindet außergewöhnliches Wachstum mit hoher Profitabilität und einer dominierenden Marktstellung. Doch rechtfertigt das die hohe Bewertung? Und wie viel Potenzial steckt noch in der Aktie? Unsere Analyse zeigt dir, wie stark das Unternehmen wirklich ist, welche Chancen und Risiken Investoren kennen sollten und ob NVIDIA auch heute noch ein attraktives Investment sein kann.

Land
USA
Sektor
Informationstechnologie
Index
S&P 500
WKN
918422
Ticker
NVDA
Währung
USD
Marktkapitalisierung
5,01 Bio. USD
Kurs
204,4 USD
KGV 2026e
41,7
KUV 2026e
23,2
Umsatzwachstum 10J
45,7 % p.a.
Umsatzwachstum 3Je
46,9 % p.a.
EBIT-Marge 2026
60,6 %
Nettoschulden/EBITDA
-
Dividendenrendite
0,02 %
Datum
07.08.2026

Inhaltsverzeichnis

  1. Geschichte
  2. Management & Aktionärsstruktur
  3. Geschäftsmodell3.1 Grundlagen zum Geschäftsmodell
    3.2 Geschäftsmodell im Detail
  4. Branche4.1 KI-Infrastruktur-Markt
    4.2 Wettbewerbsvergleich
  5. Kennzahlen5.1 AktienInsight-Rating
    5.2 Umsatzentwicklung
    5.3 EBIT und Free Cash Flow
    5.4 Dividende und Aktien
    5.5 Bilanzanalyse
  6. Chancen & Risiken6.1 Chancen
    6.2 Risiken
  7. Bewertung7.1 Historische Bewertung
    7.2 Rendite basierend auf dem KGV Modell
  8. Fazit

Geschichte

1993
Gründung als 3D-Grafik-Spezialist
NVIDIA wird am 5. April in Sunnyvale gegründet. Jensen Huang, Chris Malachowsky und Curtis Priem setzen auf 3D-Grafik für Gaming und Multimedia. Startpunkt ist ein eng fokussiertes Chipgeschäft.
1999
Börsengang und Erfindung der GPU
NVIDIA geht am 22. Januar an die Börse und nimmt damit Kapital für weiteres Wachstum auf. Im selben Jahr erscheint die GeForce 256, die NVIDIA als „erste GPU“ vermarktet. Damit wird Grafikbeschleunigung zum zentralen Wachstumsmotor.
2006
CUDA erweitert das Geschäftsmodell
Mit CUDA öffnet NVIDIA seine GPUs für allgemeine Parallelberechnungen. Damit wächst das Unternehmen über Gaming hinaus in Wissenschaft, Forschung und High-Performance-Computing. Aus Grafikkarten werden programmierbare Rechenplattformen.
2012
Durchbruch in der künstlichen Intelligenz
NVIDIA-GPUs treiben AlexNet an, ein Schlüsselmodell des modernen Deep Learning. Dadurch werden GPUs wichtig für KI-Training statt nur für Grafik. Das stärkt später das Rechenzentrums-Geschäft massiv.
2020
Mellanox macht NVIDIA zur Infrastruktur-Firma
NVIDIA übernimmt Mellanox für 6,9 Milliarden Dollar. Damit kommen InfiniBand, Ethernet und Rechenzentrums-Netzwerke ins Portfolio. NVIDIA verkauft nun nicht nur Chips, sondern komplette KI- und HPC-Infrastruktur.
Heute
Weltkonzern für KI-Computing  
Heute ist NVIDIA ein führender Anbieter für GPUs, Netzwerke, KI-Software, Rechenzentren, Automotive und Robotik. Mehr als 4 Millionen Entwickler nutzen NVIDIA-Technologien. Die Marktkapitalisierung liegt zuletzt in der Größenordnung mehrerer Billionen Dollar.

Management & Aktionärsstruktur

Jensen Huang

CEO von NVIDIA

Jensen Huang (63) ist seit April 1993 CEO von NVIDIA. Er studierte Elektrotechnik an der Oregon State University und schloss 1984 mit einem Bachelor ab. 1992 folgte ein Master in Electrical Engineering an der Stanford University.

Vor der Gründung von NVIDIA arbeitete Huang als Mikroprozessor-Designer bei AMD. Später leitete er den Bereich CoreWare bei LSI Logic. 1993 gründete er NVIDIA gemeinsam mit Chris Malachowsky und Curtis Priem.

Seine Amtszeit ist stark mit strategischer Langfristigkeit verbunden. Huang setzte früh darauf, Grafikprozessoren nicht nur für Videospiele, sondern auch für anspruchsvolle Rechenaufgaben in Forschung, Industrie und später künstlicher Intelligenz nutzbar zu machen. NVIDIA entwickelte sich vom Spezialisten für Gaming-Grafikchips zu einem zentralen Anbieter von Hochleistungsprozessoren und Rechenzentrumstechnologie.

Vergütung

Jensen Huangs Vergütung hat 4 Bestandteile:

  • 4,1 % Festgehalt. Als CEO erhielt Huang im Geschäftsjahr 2026 ein Basisgehalt von rund 1,50 Mio. Dollar. Das Festgehalt blieb gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert.
  • 16,5 % 1-Jahres-Bonus. Die variable Barvergütung hängt bei NVIDIA am Jahresumsatz. Für 2026 lag der Zielbonus bei 3,0 Mio. Dollar, maximal möglich waren 6,0 Mio. Dollar. Da NVIDIA mit 215,9 Mrd. Dollar Umsatz das Ziel von 160,0 Mrd. Dollar deutlich übertraf, wurde der Maximalbetrag ausgezahlt.
  • 68,2 % langfristige Vergütung. Der größte Teil von Huangs Vergütung besteht aus Aktien, die er nur erhält, wenn NVIDIA bestimmte Ziele erreicht. Die eine Hälfte hängt davon ab, wie stark der operative Gewinn steigt. Die andere Hälfte richtet sich danach, wie gut sich die NVIDIA-Aktie über drei Jahre im Vergleich zum S&P 500 entwickelt.
  • 11,1 % sonstigeVergütung. Dieser Posten bestand fast vollständigaus Sicherheitsleistungen für Huang und seine Familie, darunter Wohnsicherheit,Sicherheit bei Reisen, Beratung, Fahrdienste und weitere Schutzmaßnahmen.NVIDIA begründet dies mit Huangs außergewöhnlich hoher öffentlicherSichtbarkeit. Hinzu kamen kleinere Beträge für 401(k)-Zuschüsse undLebensversicherung.

Das Gesamtgehalt belief sich im Geschäftsjahr 2026 auf rund 36,3 Mio. Dollar. Der absolute Betrag ist hoch, fällt im Verhältnis zur Unternehmensgröße und zur Gewinnentwicklung aber gering aus.

Wir bewerten das Vergütungsprogramm als grundsätzlich aktionärsfreundlich, da Huangs variable Vergütung stark an Unternehmensleistung und Aktienkursentwicklung gekoppelt ist. Positiv ist, dass seine Aktienvergütung vollständig an konkrete Ziele gebunden ist. Den Teil, der vom operativen Gewinn abhängt, erhält er über vier Jahre verteilt. Den Teil, der von der Aktienentwicklung gegenüber dem S&P 500 abhängt, erhält er nach drei Jahren. Damit ist die Aktienvergütung klar langfristig ausgerichtet, auch wenn sie nicht über besonders lange Zeiträume von fünf Jahren oder mehr gestreckt ist.

Aktionärsstruktur

NVIDIA hat keinen klassischen Ankeraktionär, wird aber stark von großen institutionellen Investoren geprägt. Vanguard hält 9,2 %, BlackRock 5,0 % und State Street 4,0 %. Diese Investoren verwalten überwiegend Kundengelder und halten NVIDIA häufig über Fonds und ETFs. Für uns ist das nur begrenzt relevant, weil sie dem Unternehmen meist keine klare strategische Richtung geben. Sie sind eher stabile Großaktionäre als aktive Eigentümer.

Deutlich wichtiger ist die Beteiligung von Jensen Huang. Er hält 3,58 % der Aktien, was einem Wert von rund 179,4 Mrd. Dollar entspricht. Das ist für einen CEO außergewöhnlich viel. Huang ist damit nicht nur Manager, sondern weiterhin sehr stark als Gründer beteiligt. Sein Vermögen hängt massiv an der Entwicklung der NVIDIA-Aktie. Dadurch sitzt er sehr klar mit den Aktionären im selben Boot und hat einen starken Anreiz, den Unternehmenswert langfristig zu steigern.

Geschäftsmodell

Grundlagen zum Geschäftsmodell

NVIDIA entwickelt Chips, Systeme und Software für sehr rechenintensive Anwendungen. Früher kannte man das Unternehmen vor allem durch Grafikkarten für Gaming-PCs. Heute ist NVIDIA viel stärker ein Anbieter von KI- und Rechenzentrums-Infrastruktur. Der Kern bleibt aber ähnlich: NVIDIA liefert Technik, mit der große Datenmengen sehr schnell verarbeitet werden können. Besonders wichtig sind GPUs, also Grafikprozessoren, die viele Rechenschritte parallel ausführen.

Der wichtigste Geschäftsbereich ist inzwischen das Rechenzentrum. Dort verkauft NVIDIA nicht nur einzelne Chips, sondern komplette Plattformen. Dazu gehören GPUs, CPUs, Netzwerktechnik, Server-Systeme und Software. Kunden sind große Cloud-Anbieter, KI-Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Konzerne mit eigener KI-Infrastruktur. NVIDIA entwirft diese Technologien selbst, lässt die Chips aber von Partnern wie TSMC fertigen. Das macht das Unternehmen stark in Entwicklung und Design, aber auch abhängig von Produktionskapazitäten.

Ein zentraler Teil des Geschäftsmodells ist CUDA. CUDA ist NVIDIAs eigene Softwareplattform, mit der Entwickler die Leistung der GPUs nutzen können. Das ist wichtig, weil Hardware allein nicht reicht. Unternehmen brauchen Werkzeuge, Bibliotheken und Schnittstellen, um ihre Anwendungen auf NVIDIA-Chips laufen zu lassen. Über viele Jahre ist dadurch ein starkes Ökosystem entstanden. Wer seine KI-Modelle und Programme auf CUDA aufgebaut hat, wechselt nicht so leicht zu einem anderen Anbieter.

Neben Rechenzentren bleibt Gaming ein relevanter Bereich. NVIDIA verkauft GeForce-Grafikkarten für Spiele, Streaming und kreative Anwendungen. Dazu kommen professionelle Visualisierung, Automobiltechnik, Robotik und Edge Computing. Diese Bereiche sind kleiner, können aber langfristig wachsen. Zusammengefasst verkauft NVIDIA nicht einfach nur Chips. Das Unternehmen verkauft eine komplette Rechenplattform aus Hardware, Software und Entwickler-Ökosystem. Genau das macht das Geschäftsmodell so stark.

Geschäftsmodell im Detail

Rechenzentren & Netzwerktechnik (89,6 %)

Dieses Segment ist heute klar das Herz von NVIDIA. Es umfasst KI-Beschleuniger, Rechenzentrumsplattformen, Netzwerktechnik, Software und auch Automotive-Lösungen. 2026 erzielte der Bereich rund 193,5 Mrd. Dollar Umsatz. Der Boom kommt vor allem durch den Aufbau neuer KI-Rechenzentren, in denen NVIDIA-Chips wie Hopper und Blackwell für Training und Nutzung großer KI-Modelle eingesetzt werden.

Ein wichtiger Wettbewerbsvorteil ist die Netzwerktechnik. Durch die Übernahme von Mellanox kann NVIDIA nicht nur die Rechenchips, sondern auch die schnellen Verbindungen zwischen ihnen liefern. Das ist entscheidend, wenn tausende GPUs gemeinsam an einem KI-Modell arbeiten.

Das Wachstum war in den letzten Jahren extrem. Von 2022 bis 2026 stieg der Umsatz dieses Segments von rund 11,0 Mrd. Dollar auf 193,5 Mrd. Dollar. Das entspricht etwa 105 % Wachstum pro Jahr. Die Segment-Marge lag 2026 bei rund 67 %. Sie ist damit außergewöhnlich hoch, auch wenn sie durch Produktwechsel, China-Beschränkungen und hohe Infrastrukturkosten schwanken kann.

Grafik (10,4 %)

Das Grafiksegment ist NVIDIAs Ursprung. Dazu gehören vor allem GeForce-Grafikkarten für Gaming-PCs und Laptops sowie professionelle RTX-Lösungen für Workstations. Diese Produkte werden in Spielen, 3D-Design, Simulation, Filmproduktion und kreativen Anwendungen genutzt. 2026 erzielte der Bereich rund 22,5 Mrd. Dollar Umsatz. Im Vergleich zum KI-Geschäft ist das kleiner, aber weiterhin sehr profitabel.

Auch hier profitiert NVIDIA vom KI-Trend. Moderne Grafikkarten werden nicht mehr nur für Spiele gekauft, sondern auch für lokale KI-Anwendungen, kreative Software und Entwickler-Workflows. Technologien für realistischere Grafik und eine höhere Spieleleistung stärken zusätzlich die Kundenbindung im Gaming-Markt. Von 2022 bis 2026 wuchs der Segmentumsatz von rund 15,9 Mrd. Dollar auf 22,5 Mrd. Dollar. Das entspricht etwa 9 % Wachstum pro Jahr.

Die Segment-Marge lag 2026 bei rund 41 %. Damit bleibt Grafik ein attraktives Geschäft, auch wenn es nicht mehr der große Wachstumsmotor ist. Kurzfristig hängt der Bereich stärker von Produktzyklen, Gaming-Nachfrage und PC-Markt ab. Strategisch ist er trotzdem wichtig, weil viele Entwickler, Kreative und Spieler zuerst über GeForce oder RTX mit dem NVIDIA-Ökosystem in Kontakt kommen.

Nach den Segmenten lohnt sich der Blick darauf, wo NVIDIA seine Umsätze erzielt. Das Bild ist sehr klar: NVIDIA ist zwar ein globales Unternehmen, der Umsatz hängt aber stark an den USA. Im Geschäftsjahr 2026 kamen rund 69,3 % der Erlöse von Kunden mit Sitz in den Vereinigten Staaten. Das passt zur Kundenstruktur, denn viele der größten Cloud- und KI-Käufer sitzen dort.

Zu diesen Kunden zählen vor allem große Technologieunternehmen, Cloud-Anbieter und Betreiber von KI-Rechenzentren. Sie kaufen NVIDIA-Plattformen in sehr großen Mengen, um neue Rechenzentren für künstliche Intelligenz aufzubauen. Wichtig ist dabei: NVIDIA ordnet den Umsatz nach dem Hauptsitz des direkten Kunden zu. Der tatsächliche Endkunde oder der Standort des Rechenzentrums kann also in einem anderen Land liegen.

Taiwan steht mit 19,6 % auf Platz zwei. Das wirkt auf den ersten Blick vielleicht überraschend, ist aber gut erklärbar. Viele Auftragsfertiger und Unternehmen, die vollständige Serversysteme zusammenbauen, sitzen in Taiwan. Sie kaufen Komponenten und Systeme für Kunden weltweit. Ein Teil dieses Umsatzes dürfte am Ende also wieder mit US-amerikanischen oder europäischen Cloud-Kunden verbunden sein, auch wenn die Rechnung über taiwanische Unternehmen läuft.

China kommt nur noch auf 9,1 % des Umsatzes. Das ist für NVIDIA ein wichtiges Thema, weil China eigentlich ein riesiger Markt für KI-Infrastruktur wäre. US-Exportbeschränkungen begrenzen aber den Verkauf besonders leistungsfähiger KI-Chips. Dadurch kann NVIDIA dort nicht frei liefern. Das schützt zwar die technologische Kontrolle der USA, kostet NVIDIA aber potenzielles Wachstum in einem großen Markt.

Die restlichen Länder machen zusammen nur rund 2 % aus. Das zeigt, wie konzentriert NVIDIAs Umsatzbasis aktuell ist. Operativ ist NVIDIA zwar weltweit aktiv, mit Entwicklungszentren, Partnern und Kunden in vielen Regionen. Beim Umsatz dominieren aber wenige große Länder und Kundengruppen. Für Anleger ist das wichtig, weil geopolitische Regeln, Exportlizenzen und Großkundenentscheidungen einen starken Einfluss haben können.

Blackwell-Prozessoren bilden die Rechenbasis für besonders anspruchsvolle KI-Anwendungen. Ihr wirtschaftlicher Wert steigt jedoch erst durch die übrigen Produkte. In DGX-Systemen kombiniert NVIDIA seine GPUs mit Prozessoren, Speicher, Netzwerktechnik und Software zu vorkonfigurierten KI-Computern. Ein einzelnes System bündelt Dutzende Grafik- und Hauptprozessoren. Kunden kaufen damit nicht nur Chips, sondern ein weitgehend fertiges System für Training und Betrieb großer KI-Modelle.

GeForce RTX bringt NVIDIAs Technologie in den Massenmarkt. Strategisch wichtig ist, dass Entwickler KI-Anwendungen zunächst auf einer RTX-Grafikkarte testen und später mit einer ähnlichen Softwareumgebung im Rechenzentrum weiterentwickeln können. Dadurch verbindet NVIDIA den PC-Markt mit seinem deutlich größeren Geschäft für KI-Infrastruktur.

Omniverse verbindet NVIDIAs Rechenleistung mit industriellen Anwendungen. Unternehmen können damit digitale Zwillinge von Fabriken, Robotern oder Rechenzentren erstellen und Abläufe virtuell testen, bevor sie in der Realität umgesetzt werden. BMW nutzt die Technologie unter anderem für virtuelle Fabriken und die gemeinsame Produktionsplanung. Auch Siemens, Foxconn und weitere Industrieunternehmen arbeiten an Anwendungen für Fabrikplanung, Robotersimulation und industrielle KI. Omniverse schafft damit zusätzliche Nachfrage nach RTX-Grafik, Rechenzentren und NVIDIA-Software.

Früher stand oft der einzelne Grafikchip im Mittelpunkt. Heute geht es viel stärker um komplette Server. NVIDIA kombiniert Grafikprozessoren, Hauptprozessoren, Speicher, Netzwerktechnik und Software zu fertigen Hochleistungssystemen. Kunden kaufen dadurch nicht nur Rechenleistung, sondern eine abgestimmte Lösung. Das ist besonders wichtig, weil große KI-Modelle nur effizient laufen, wenn viele Chips eng zusammenarbeiten.

Der nächste Schritt ist das Rechenzentrum als eine große Recheneinheit. Dafür braucht NVIDIA nicht nur schnelle Chips, sondern auch Verbindungen zwischen den Servern. Dafür liefert NVIDIA auch spezielle Netzwerktechnik, die große Datenmengen schnell zwischen den einzelnen Servern überträgt. Je mehr Prozessoren gemeinsam arbeiten, desto wichtiger wird diese Verbindungstechnik.

Strategisch geht NVIDIA noch weiter. Das Zielbild ist die sogenannte AI Factory. Gemeint ist ein Rechenzentrum, das aus Daten neue digitale Ergebnisse erzeugt, etwa Texte, Bilder, Entscheidungen, Simulationen oder Steuerungsbefehle für Maschinen. Jensen Huang beschreibt diese Entwicklung oft wie eine neue Industrieform. Früher produzierten Fabriken Waren. Künftig produzieren viele Unternehmen zusätzlich KI-Ergebnisse.

Für NVIDIA ist dieses Zielbild attraktiv, weil der Bedarf dann nicht bei einem einzelnen Chip endet. Eine AI Factory braucht Hardware, Netzwerke, Software, Entwicklerwerkzeuge, Modelle, Services und laufende Aufrüstung. Genau in diese Richtung baut NVIDIA sein Angebot aus. Blackwell, Rubin, CUDA, DGX-Systeme, Omniverse und branchenspezifische KI-Dienste sind Teile dieser breiteren Plattform.

Fazit zum Geschäftsmodell

NVIDIA ist heute weit mehr als ein Grafikkartenhersteller. Das Unternehmen verkauft eine komplette Plattform aus Chips, Servern, Netzwerken, Software und Entwicklerwerkzeugen. Besonders stark ist NVIDIAs Stellung im KI-Rechenzentrum. Viele Kunden nutzen nicht nur die Chips, sondern auch die zugehörige Software und Netzwerktechnik. Dadurch wird ein Wechsel zu einem anderen Anbieter technisch aufwendig und teuer. Das schafft hohe Margen, starke Kundenbindung und einen schwer kopierbaren Wettbewerbsvorteil.

Das Geschäftsmodell hat sich damit klar in Richtung KI-Infrastruktur verschoben. NVIDIA profitiert zunehmend vom Aufbau vollständiger KI-Rechenzentren und nicht mehr nur vom Verkauf einzelner Prozessoren. Gleichzeitig ist das Geschäft stark auf große Kunden, wenige Länder und hohe Investitionen in Rechenleistung konzentriert. Genau diese Mischung aus Plattformstärke und Abhängigkeiten prägt das Geschäftsmodell.

Branche

KI-Infrastruktur-Markt

Für NVIDIA ist vor allem der Markt für KI-Infrastruktur entscheidend. Dazu gehören KI-Chips, Server, Netzwerktechnik, Speicher und Rechenzentren. Laut Fortune Business Insights soll dieser Markt von rund 59 Mrd. Dollar im Jahr 2025 auf etwa 498 Mrd. Dollar im Jahr 2034 wachsen. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von 26,6 %. Der wichtigste Treiber ist der stark steigende Bedarf an Rechenleistung für Training und Nutzung moderner KI-Modelle.

Große Technologieunternehmen, Cloud-Anbieter und immer mehr klassische Unternehmen investieren deshalb in neue KI-Rechenzentren. Besonders gefragt sind leistungsfähige Grafikprozessoren, schnelle Netzwerke und Spezialchips für KI-Anwendungen. Der Markt wächst, weil KI nicht nur in Chatbots genutzt wird, sondern auch in Softwareentwicklung, Medizin, Industrie, Werbung, Robotik und Datenanalyse. Für NVIDIA ist das attraktiv, weil das Unternehmen genau diese zentrale Infrastruktur liefert.

Die Chancen liegen darin, dass KI immer stärker in den Alltag von Unternehmen einzieht und dadurch dauerhaft mehr Rechenleistung benötigt wird. Neben dem Training neuer Modelle wird vor allem die tägliche Nutzung bestehender KI-Anwendungen wichtiger. Risiken sind hohe Stromkosten, knappe Netzanschlüsse, lange Bauzeiten für Rechenzentren, Engpässe bei wichtigen Speicherchips und mögliche Exportbeschränkungen. Insgesamt bleibt der Markt aber strukturell sehr attraktiv für NVIDIA.

Nach der Marktgröße ist die nächste wichtige Frage, wer von diesem Wachstum am meisten profitiert. Da es für den gesamten KI-Infrastruktur-Markt keine belastbare Marktanteilsaufteilung nach Unternehmen gibt, wird hier der nächstbeste Teilmarkt betrachtet: KI-Beschleuniger.

Der Vorsprung kommt nicht nur durch schnelle Chips. NVIDIA hat über viele Jahre ein eigenes Ökosystem aufgebaut. Dazu gehören die CUDA-Softwareplattform, Entwicklerwerkzeuge, Netzwerktechnik, komplette Serverlösungen und enge Beziehungen zu großen Cloud-Anbietern. Für Kunden ist das wichtig, weil sie nicht nur einzelne Chips kaufen, sondern eine zuverlässige Plattform brauchen, auf der KI-Modelle stabil und effizient laufen.

Trotzdem ist der Markt nicht ohne Wettbewerb. AMD greift mit eigenen KI-Beschleunigern an, Broadcom und Marvell profitieren von Spezialchips für große Cloud-Kunden, und Intel versucht wieder stärker im Rechenzentrum Fuß zu fassen. Kurzfristig bleibt NVIDIA aber in einer sehr starken Position. Langfristig muss das Unternehmen seinen technologischen Vorsprung verteidigen, weil große Kunden zunehmend auch eigene Chips entwickeln.

Wettbewerbsvergleich

Nach links wischen
NVIDIA
AMD
Marvell Technology
Broadcom
Logo
WKN
918422
863186
A3CNLD
A2JG9Z
Kurs in USD
204,4
503,6
194,9
378,2
Marktkap. in Mrd. USD
5.010
832,8
174,1
1.800,0
Umsatz 2025 in Mrd. USD
215,9*
34,6
5,8
63,9
Umsatzwachstum p.a. 5J
66,9 %
28,8 %
16,4 %
21,7 %
Umsatzwachstum p.a. 10J
45,7 %
24,1 %
4,5 %
25,1 %
Umsatzwachstum p.a. 3Je
46,9 %
45,4 %
42,6 %
53,2 %
EBIT 2025 in Mio. USD
130.914*
7.768
1.665
41.997
EBIT-Marge 2025
60,6 %*
22,4 %
28,9 %
65,7 %
Net Debt/EBITDA
Keine Nettoschulden
Keine Nettoschulden
1,6x
0,9x
KUV 2026e
23,2
16,8
21,3
17,0
KUV 2027e
12,8
10,7
15,1
10,4
KGV 2026e
41,7
93,3
63,5
41,0
KGV 2027e
21,8
44,3
104,8
22,8
Dividendenrendite 2026e
0,2 %
Keine Dividende
0,1 %
0,7 %

* Bei NVIDIA basiert die Angabe aufgrund des abweichenden Geschäftsjahres auf dem Geschäftsjahr 2026.

AMD

AMD entwickelt Hochleistungsprozessoren und Grafikchips. EPYC-Prozessoren kommen in Rechenzentren zum Einsatz, Ryzen-Chips in PCs und Radeon-GPUs im Gaming. Durch die Übernahme von Xilinx gehören außerdem anpassbare Chips für Industrie, Telekommunikation und eingebettete Systeme zum Angebot. 2025 erwirtschaftete AMD bereits 16,6 Mrd. Dollar Umsatz mit Rechenzentren, blieb aber deutlich breiter aufgestellt als NVIDIA.

Der wichtigste Unterschied liegt im Geschäftsmodell: NVIDIA verkauft rund um seine GPUs eine komplette KI-Plattform aus Chips, Netzwerktechnik, Systemen und der tief verankerten CUDA-Software. AMD tritt stärker als klassischer Chipanbieter auf und konkurriert zusätzlich bei Server-CPUs und PC-Prozessoren. Diese Diversifikation reduziert die Abhängigkeit vom KI-Geschäft, erschwert aber den Aufbau eines ähnlich geschlossenen und profitablen Ökosystems.

AMD überzeugt mit hohem Wachstum und einer schuldenfreien Bilanz. Beim KGV liegt das Unternehmen jedoch deutlich über NVIDIA. Besonders das 2026er-KGV von 93,3 zeigt, wie viel Wachstum bereits eingepreist ist. Gleichzeitig erreicht AMD nur 22,4 % EBIT-Marge. Damit wächst AMD stark, verdient mit jedem Umsatzdollar aber erheblich weniger als NVIDIA.

Marvell Technology

Marvell konzentriert sich auf die technische Infrastruktur innerhalb großer Rechenzentren. Das Unternehmen entwickelt kundenspezifische KI-Chips, Netzwerk-Switches, Speichercontroller sowie optische und elektrische Verbindungslösungen. Diese Produkte bewegen Daten zwischen Prozessoren, Speichern, Server-Racks und verschiedenen Rechenzentren. Zuletzt stammten rund 76 % des Umsatzes aus dem Data-Center-Geschäft, wodurch Marvell stark vom Ausbau der KI-Infrastruktur profitiert.

Anders als NVIDIA bietet Marvell keine umfassende Plattform für das Training und Ausführen von KI-Modellen. Stattdessen arbeitet das Unternehmen häufig im Hintergrund und entwickelt Chips exakt nach den Vorgaben großer Cloudanbieter. Marvell verdient somit an individuell entworfenen Halbleitern und an der Datenübertragung. Die Kooperation über NVLink Fusion zeigt zudem, dass Marvells Technik NVIDIAs Systeme ergänzt, statt ausschließlich mit ihnen zu konkurrieren.

Marvell hat mit 42,6 % im Vergleich das niedrigste erwartete Wachstum, weist die höchste 1,6-fache Nettoverschuldung und eine deutlich niedrigere Marge auf. Problematisch ist besonders die Bewertung: Das KUV 2026 liegt zwar unter dem von NVIDIA, für 2027 ist es jedoch das höchste im Vergleich. Besonders auffällig ist das erwartete KGV, das von 63,5 auf 104,8 steigt. Anleger bezahlen somit einen erheblichen Aufschlag für eine vergleichsweise geringe Profitabilität. [

Broadcom

Broadcom entwickelt Halbleiter für Netzwerke, Breitbandzugänge, Smartphones, Speicherlösungen und kundenspezifische KI-Beschleuniger. Seit der Übernahme von VMware besitzt der Konzern zusätzlich ein großes Infrastruktursoftware-Geschäft. Dadurch kombiniert Broadcom margenstarke Chips mit wiederkehrenden Softwareerlösen. Besonders wichtig sind derzeit Netzwerkkomponenten und maßgeschneiderte KI-Chips für große Cloudanbieter, deren Nachfrage das Wachstum deutlich beschleunigt.

Broadcom konkurriert weniger direkt mit NVIDIA als AMD.
Die kundenspezifischen Beschleuniger können zwar NVIDIAs GPUs bei bestimmten Cloudanbietern ersetzen, Broadcom liefert jedoch vor allem spezialisierte Chips und die Netzwerktechnik rund um KI-Cluster. Hinzu kommt VMware, das Rechenzentren virtualisiert und verwaltet. NVIDIA verkauft dagegen eine stärker standardisierte Gesamtplattform, die sich bei zahlreichen Kunden und Anwendungen einsetzen lässt.

Bei den Kennzahlen ist Broadcom der profitabelste Wettbewerber: Die EBIT-Marge von 65,7 % liegt sogar über NVIDIA. Auch das erwartete Wachstum von 53,2 % ist in der Dreijahresbetrachtung am höchsten. Auch die aktuellen und künftigen Bewertungen lassen sich im direkten Vergleich zu NVIDIA zeigen. Broadcom bietet zudem mit 0,7 % die beste Dividendenrendite.

NVIDIA-Aktie im Vergleich

NVIDIA verbindet das höchste historische Wachstum mit einer EBIT-Marge von 60,6 %, einer schuldenfreien Bilanz und einer günstigen erwarteten KGV-Bewertung. Entscheidend ist das schwer kopierbare Zusammenspiel aus GPUs, CUDA, Netzwerktechnik und kompletten KI-Systemen. Aus unserer Sicht ist die Aktie im Wettbewerbsvergleich qualitativ die stärkste und attraktivere Auswahl. Nichtsdestotrotz sollte man vor allem Broadcom im Auge behalten.

Kennzahlen

AktienInsight-Rating

NVIDIA erreicht im AktienInsight-Rating die Höchstwertung von 9 von 9 Punkten. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen zehn Jahren vom Chipentwickler zum Rückgrat der KI-Revolution entwickelt. Umsatz, operatives Ergebnis und Free Cashflow explodierten mit Wachstumsraten von 45,7 %, 64,9 % beziehungsweise 56,6 % pro Jahr. Ein solches Wachstum bei dieser Unternehmensgröße ist selbst an der Börse eine absolute Ausnahme.

Mindestens genauso beeindruckend ist die enorme Profitabilität. Mit einer EBIT-Marge von über 60 % und einer Kapitalrendite von mehr als 128 % gehört NVIDIA zur absoluten Weltspitze. Gleichzeitig verfügt das Unternehmen über keine Nettoschulden und erwirtschaftet so hohe Cashflows, dass selbst enorme Investitionen problemlos finanziert werden können. Diese Kombination aus Wachstum, Rentabilität und finanzieller Stärke macht NVIDIA zu einem der außergewöhnlichsten Qualitätsunternehmen weltweit.

Umsatzentwicklung

NVIDIA hat seinen Umsatz in den vergangenen zehn Jahren um beeindruckende 45,7 % pro Jahr gesteigert. Besonders ab 2023 beschleunigte das Wachstum deutlich. Der Grund ist der weltweite KI-Boom. Hyperscaler wie Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta investieren Milliarden in Rechenzentren und kauften NVIDIAs KI-Chips in Rekordstückzahlen. Dadurch vervielfachte sich der Umsatz innerhalb weniger Jahre.

Für die kommenden drei Jahre rechnen wir mit einem Umsatzwachstum von 46,9 % pro Jahr. Das Tempo bleibt also außergewöhnlich hoch, auch wenn die jährlichen Zuwächse langsam zurückgehen dürften. Hintergrund ist die inzwischen enorme Unternehmensgröße. Gleichzeitig sorgen neue KI-Generationen, der Ausbau von Rechenzentren und die steigende Nachfrage nach KI-Infrastruktur dafür, dass NVIDIA seinen Wachstumskurs voraussichtlich fortsetzen kann.

EBIT und Free Cash Flow

Das starke Umsatzwachstum spiegelt sich fast eins zu eins im operativen Ergebnis wider. Über die vergangenen zehn Jahre legte das EBIT um beeindruckende 64,9 % pro Jahr zu. Die einzige größere Delle gab es 2023. Damals belasteten hohe Lagerabschreibungen nach dem Ende des Krypto-Booms, eine schwache Gaming-Nachfrage und die gescheiterte Arm-Übernahme das Ergebnis. Mit dem KI-Boom drehte das Geschäft jedoch sofort wieder kräftig auf.

Auch in den kommenden drei Jahren erwarten wir einen kräftigen Anstieg des operativen Ergebnisses. Wir gehen von einem durchschnittlichen EBIT-Wachstum von 35,4 % pro Jahr aus. Das liegt unter dem Umsatzwachstum, weil wir davon ausgehen, dass die außergewöhnlich hohen Margen nicht unbegrenzt weiter steigen. Mehr Wettbewerb durch AMD und eigene KI-Chips der Hyperscaler dürfte den Preisdruck erhöhen. Trotzdem sollte NVIDIA dank seiner Technologieführerschaft auch künftig zu den profitabelsten Unternehmen der Welt gehören.

Der Free Cash Flow eines Unternehmens gibt an, wie viel freie Mittel es wirklich pro Jahr zur Verfügung hat. Mit diesem Geld können Dividenden gezahlt, Schulden getilgt oder in neue Projekte im Unternehmen investiert werden.

Beim Free Cash Flow spielt das Unternehmen seine größte Stärke aus. In den vergangenen zehn Jahren stieg der freie Cashflow um beeindruckende 56,6 % pro Jahr. Das liegt nicht nur am starken Umsatzwachstum, sondern auch daran, dass NVIDIA sein Geschäft mit vergleichsweise wenig zusätzlichem Kapital immer weiter skalieren kann.

Auch in den kommenden drei Jahren rechnen wir mit einer außergewöhnlich starken Entwicklung. Wir erwarten ein durchschnittliches Free-Cash-Flow-Wachstum von 52,4 % pro Jahr. Das verschafft NVIDIA enorme finanzielle Flexibilität. Der Konzern kann Milliarden in Forschung, neue KI-Chips und Aktienrückkäufe investieren, ohne dafür auf Fremdkapital angewiesen zu sein. Genau das ist eines der größten Qualitätsmerkmale des Unternehmens.

Die Margen zeigen, warum NVIDIA derzeit so außergewöhnlich profitabel ist. Die Bruttomarge stieg in den vergangenen Jahren auf über 70 %, während die EBIT-Marge zeitweise sogar mehr als 60 % erreichte. Das liegt vor allem am Produktmix. KI-Beschleuniger wie die Blackwell-Chips erzielen deutlich höhere Preise und Margen als klassische Gaming-Grafikkarten.

Für die kommenden Jahre rechnen wir mit einer Normalisierung der EBIT-Marge. Mehr Wettbewerb und steigende Investitionen dürften einen Teil der heutigen Rekordmargen kosten. Trotzdem erwarten wir, dass NVIDIA dauerhaft zu den profitabelsten Unternehmen der Welt gehört. Eine Bruttomarge von rund 75 % und eine EBIT-Marge deutlich oberhalb von 45 % wären selbst im Technologiesektor absolute Spitzenwerte.

Dividende und Aktien

Die Dividende war bei NVIDIA bislang kaum mehr als ein symbolischer Bonus. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2026 zahlte der Konzern insgesamt 0,04 Dollar je Aktie aus. Die inzwischen ausgezahlte höhere Quartalsdividende wird bei dieser Betrachtung noch nicht berücksichtigt.

Für die kommenden Geschäftsjahre wird jedoch mit deutlich steigenden Ausschüttungen gerechnet. Die Prognosen liegen bei 0,76 Dollar für 2027, 1,06 Dollar für 2028 und 1,20 Dollar für 2029. NVIDIA kann sich diese Erhöhungen problemlos leisten, setzt bei der Kapitalrückführung aber weiterhin stärker auf Aktienrückkäufe. Für klassische Dividendenanleger bleibt die Aktie daher trotz des erwarteten Wachstums nur bedingt interessant.

Die Dividendenrendite von NVIDIA ist über die vergangenen Jahre deutlich gesunken. Während sie 2010 zeitweise noch bei mehr als 1 % lag, fiel sie mit dem starken Kursanstieg immer weiter zurück. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2026 lag die rückblickende Rendite bei lediglich 0,02 %.

Auf Basis der prognostizierten Ausschüttungen und des aktuellen Aktienkurses könnte die Dividendenrendite bis 2029 schrittweise auf knapp 0,6 % steigen. Damit würde sie sich zwar deutlich vom bisherigen Tief lösen, bliebe aber weiterhin niedrig. Für einkommensorientierte Anleger ist NVIDIA daher trotz der erwarteten Dividendenerhöhungen nur bedingt attraktiv.

Die Zahl der ausstehenden Aktien ist bei NVIDIA über die vergangenen zehn Jahre nahezu konstant geblieben. Der einzige größere Sprung war 2017. Damals stieg die Aktienanzahl vor allem durch Mitarbeiteraktien und aktienbasierte Vergütungsprogramme. Seitdem bewegt sich die Zahl der ausstehenden Aktien auf einem ähnlichen Niveau und war für bestehende Aktionäre kaum noch verwässernd.

Das ist ein positives Signal. Trotz hoher Aktienvergütungen für Mitarbeiter konnte NVIDIA die Verwässerung langfristig gut begrenzen. Gleichzeitig nutzt das Unternehmen seit Jahren Aktienrückkäufe, um einen Teil der neu ausgegebenen Aktien wieder einzuziehen. Für Aktionäre bedeutet das, dass das starke Gewinnwachstum kaum durch eine steigende Aktienanzahl verwässert wird.

Bilanzanalyse

Schulden. NVIDIA hat aktuell keine Nettoschulden. Die liquiden Mittel übersteigen also die gesamten verzinslichen Verbindlichkeiten. Gleichzeitig erwirtschaftete das Unternehmen zuletzt ein EBITDA von rund 144,6 Mrd. Dollar. Eine stärkere Bilanz ist kaum vorstellbar. NVIDIA könnte sämtliche Finanzschulden sofort begleichen und verfügt trotzdem noch über erhebliche finanzielle Reserven.

Zinsen. Durch die fehlenden Nettoschulden fallen bei NVIDIA praktisch keine Zinszahlungen an. Das ist eine absolute Ausnahme bei Unternehmen dieser Größenordnung. Der gesamte operative Cashflow steht damit für Investitionen, Aktienrückkäufe, Dividenden oder den weiteren Ausbau der KI-Infrastruktur zur Verfügung. Steigende Zinsen stellen für NVIDIA deshalb derzeit kein relevantes Risiko dar.

Kreditrating. NVIDIA verfügt über ein Kreditrating von AA. Damit bescheinigen Ratingagenturen dem Unternehmen eine sehr hohe Kreditwürdigkeit und eine ausgezeichnete Fähigkeit, finanzielle Verpflichtungen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu erfüllen. Das Rating wird vor allem durch die starke Marktposition, die hohe Profitabilität und die außergewöhnlich solide Bilanz gestützt.

Goodwill. Goodwill entsteht bei Übernahmen und ist ein fiktiver Wert für Kundenbeziehungen, Wachstumspotenzial oder auch Netzwerkeffekte.

NVIDIA weist einen Goodwill von rund 20,8 Mrd. Dollar aus. Das entspricht etwa 10 % der Bilanzsumme von 206,8 Mrd. Dollar und liegt damit deutlich unter unserem Grenzwert von 25 %. Für ein Unternehmen, das mehrere Übernahmen durchgeführt hat, ist das ein sehr niedriger Wert. Das Bilanzrisiko durch mögliche Abschreibungen bleibt deshalb überschaubar.

Fazit zur Bilanz: NVIDIA verfügt über eine der stärksten Bilanzen weltweit. Keine Nettoschulden, praktisch keine Zinsbelastung, ein sehr gutes Kreditrating und ein niedriger Goodwill sprechen eine klare Sprache. Diese finanzielle Stärke verschafft dem Unternehmen enorme Flexibilität und dürfte auch in einer schwereren Wirtschaftskrise ein wichtiger Wettbewerbsvorteil sein.

Chancen & Risiken

Chancen

Ausbau der KI-Infrastruktur weltweit. NVIDIA profitiert vom globalen Ausbau von KI-Rechenzentren. Hyperscaler, Unternehmen und Staaten investieren Milliarden in neue KI-Infrastruktur. Da NVIDIA sowohl Chips als auch Netzwerke, Software und komplette Systeme liefert, könnte das Unternehmen über viele Jahre überdurchschnittlich wachsen.

Wachsende Software- und Serviceerlöse. Mit CUDA, aber auch weiteren Plattformen wie DGX Cloud und weiteren Softwareangeboten baut NVIDIA ein margenstarkes Ökosystem auf. Wiederkehrende Umsätze könnten die Abhängigkeit vom Hardwaregeschäft verringern und die Profitabilität langfristig weiter steigern.

Neue Milliardenmärkte durch Physical AI und Robotik. Humanoide Roboter, autonome Fabriken und industrielle KI stehen noch am Anfang. Mit Plattformen wie Isaac, Omniverse und Jetson besitzt NVIDIA eine starke Ausgangsposition, um sich auch außerhalb klassischer Rechenzentren als Standardplattform zu etablieren.

Steigende Nachfrage nach KI-Inferenz. Während bisher vor allem das Training großer KI-Modelle im Fokus stand, wächst künftig vor allem die Inferenz, also die tägliche Nutzung von KI-Anwendungen. Dieser Markt dürfte deutlich größer werden als das Training und könnte die Nachfrage nach NVIDIA-Hardware langfristig auf einem hohen Niveau halten.

Plattformen wie Blackwell-Systeme treiben Erneuerungszyklen. NVIDIA bringt seine GPU-Architekturen inzwischen in kurzen Abständen auf den Markt. Höhere Leistung und bessere Energieeffizienz schaffen starke Anreize für Kunden, bestehende Systeme regelmäßig zu ersetzen und ihre Rechenzentren auszubauen.

Risiken

Abhängigkeit von Hyperscalern als Großkunden. Ein erheblicher Teil des Umsatzes stammt von wenigen Cloud-Anbietern wie Microsoft, Amazon, Google und Meta. Sollten diese ihre Investitionen in KI-Rechenzentren reduzieren, könnte sich das Wachstum von NVIDIA spürbar verlangsamen.

Schadenshöhe: hoch, Eintrittswahrscheinlichkeit: niedrig

Steigender Wettbewerbsdruck durch AMD und spezialisierte KI-Beschleuniger. AMD gewinnt mit der MI-Serie zunehmend Marktanteile, während Broadcom, Cerebras, Groq und weitere Anbieter spezialisierte KI-Beschleuniger entwickeln. Gelingt es ihnen, in wichtigen Einsatzgebieten bessere Preis-Leistungs-Verhältnisse anzubieten, könnte NVIDIAs Marktanteil langfristig unter Druck geraten.

Schadenshöhe: mittel, Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel

Abhängigkeit von TSMC und geopolitischen Risiken rund um Taiwan. NVIDIA lässt seine modernsten Chips nahezu ausschließlich von TSMC fertigen. Politische Spannungen zwischen China und Taiwan oder Unterbrechungen der Lieferketten könnten Produktion und Auslieferungen erheblich beeinträchtigen.

Schadenshöhe: hoch, Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel

Hohe Erwartungen erhöhen Enttäuschungsrisiko. NVIDIA wird an der Börse mit außergewöhnlich hohen Wachstumserwartungen bewertet. Bereits kleine Verfehlungen bei Umsatz, Margen oder Ausblick könnten zu deutlichen Kursrückgängen führen, obwohl das operative Geschäft weiterhin stark bleibt.

Schadenshöhe: mittel, Eintrittswahrscheinlichkeit: hoch

Bewertung

Historische Bewertung

Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 23,2 wird NVIDIA derzeit leicht über dem historischen Median von 21,2 bewertet. Das entspricht einem Aufschlag von rund 9,4 %. Die Bewertung liegt damit zwar über dem langfristigen Durchschnitt, bewegt sich aber deutlich unter den Extremwerten der vergangenen Jahre, als Investoren zeitweise ein Vielfaches für das starke KI-Wachstum bezahlten.

Für die kommenden Jahre rechnen wir mit einem kontinuierlichen Rückgang des KUV. Der Grund dafür ist das außergewöhnlich hohe erwartete Umsatzwachstum, das schneller zulegen dürfte als der Aktienkurs. Dadurch sollte sich die Bewertung Schritt für Schritt normalisieren und langfristig sogar unter den historischen Durchschnitt fallen.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt aktuell bei 41,7 und damit rund 26,6 % unter dem historischen Median von 56,8. Gemessen an der eigenen Bewertungshistorie wirkt NVIDIA damit trotz der starken Kursentwicklung eher günstig. Besonders auffällig ist der Bewertungsrückgang nach den extrem hohen Multiples während des KI-Booms in den Jahren 2023 und 2024.

Auch in den kommenden Jahren erwarten wir einen weiteren Rückgang des KGV. Hintergrund ist das prognostizierte Gewinnwachstum, das den Aktienkurs voraussichtlich übertreffen wird. Selbst wenn NVIDIA operativ weiter stark wächst, dürfte die Bewertung dadurch sukzessive sinken und sich auf einem deutlich niedrigeren Niveau einpendeln.

Rendite basierend auf dem KGV-Modell

Für die Bewertung der NVIDIA-Aktie verwenden wir ein eigenes Modell basierend auf dem KGV der Aktie. Wir können damit sehr gut abschätzen, wie sich die Bewertung und das Wachstum des Unternehmens in verschiedenen Szenarien entwickeln könnten.

Dabei arbeiten wir mit drei Szenarien: einem mittleren, einem Bären- und einem Bullen-Szenario. Je nach Szenario treffen wir unterschiedlich optimistische Annahmen zu Umsatzwachstum, Profitabilität und Bewertung. In keinem Szenario rechnen wir mehr damit, dass NVIDIA in größerem Stil noch Übernahmen durchführen kann, die den Umsatz steigern.

Aktuell kommt NVIDIA auf ein erwartetes 2026er KGV von rund 42. Bis 2036 unterstellen wir je nach Szenario unterschiedliche Bewertungsniveaus und eine konstante Ausschüttungsrendite von 0,5 % pro Jahr.

Mittleres Szenario

In diesem Szenario bleibt NVIDIA der führende Anbieter von KI-Beschleunigern. Die Nachfrage nach Rechenleistung wächst weiter, verliert nach dem außergewöhnlichen KI-Boom der vergangenen Jahre aber schrittweise an Dynamik. Zusätzliche Wachstumsimpulse liefern Software, Netzwerktechnik, Robotik und autonomes Fahren.

  • Der Umsatz wächst bis 2036 um durchschnittlich 15,0 % pro Jahr.
  • Zusätzliches Wachstum durch Übernahmen berücksichtigen wir nicht.
  • Die EBIT-Marge liegt 2036 bei 60,0 %.
  • Das KGV sinkt bis 2036 auf 35.

Damit erhalten wir eine jährliche Kursrendite von 12,9 %. Hinzu kommt eine Ausschüttungsrendite von 0,5 %, die neben der Dividende auch Aktienrückkäufe berücksichtigt. Insgesamt ergibt sich eine erwartete Rendite von 13,4 % pro Jahr.

Bären-Szenario

In diesem Szenario verliert der Ausbau der KI-Infrastruktur deutlich an Schwung. Gleichzeitig erhöhen kundeneigene Chips und konkurrierende Halbleiterlösungen den Preisdruck. NVIDIA bleibt zwar technologisch stark, kann sein bisheriges Wachstum und die außergewöhnlich hohe Profitabilität aber nicht vollständig halten.

  • Der Umsatz wächst bis 2036 um durchschnittlich 10,0 % pro Jahr.
  • Wachstum durch Übernahmen setzen wir mit 0,0 % an.
  • Die EBIT-Marge sinkt bis 2036 auf 55,0 %.
  • Das KGV fällt bis 2036 auf 30.

Daraus ergibt sich eine jährliche Kursrendite von 5,4 %. Zusammen mit der Ausschüttungsrendite von 0,5 % liegt die erwartete Gesamtrendite bei 5,9 % pro Jahr.

Bullen-Szenario

In diesem Szenario behauptet NVIDIA seine dominante Stellung im KI-Markt. Der Konzern profitiert dauerhaft vom steigenden Bedarf an Rechenleistung und erschließt mit Software, KI-Agenten, Robotik und autonomem Fahren zusätzliche Milliardenmärkte. Die starke Preissetzungsmacht ermöglicht zudem eine weiter steigende Profitabilität.

  • Der Umsatz wächst bis 2036 um durchschnittlich 20,0 % pro Jahr.
  • Übernahmen tragen nicht zum angenommenen Wachstum bei.
  • Die EBIT-Marge steigt bis 2036 auf 65,0 %.
  • Das KGV liegt 2036 weiterhin bei 45.

Damit erhalten wir eine jährliche Kursrendite von 21,8 %. Einschließlich der Ausschüttungsrendite von 0,5 % ergibt sich eine Gesamtrendite von 22,3 % pro Jahr.

Ergebnis

Im Durchschnitt erhalten wir damit eine Renditeerwartung von 12,5 % pro Jahr auf den aktuellen Kurs von 204,4 Dollar. Dabei haben wir alle drei Szenarien gleich gewichtet, damit sowohl Chancen als auch Risiken angemessen berücksichtigt werden. Eine zusätzliche Sicherheitsmarge von 10 % haben wir bereits in unsere Bewertung eingerechnet.

Damit ist die NVIDIA-Aktie aus unserer Sicht weiterhin attraktiv bewertet. Oberhalb von 214 Dollar würde die Renditeerwartung dagegen unter 12 % fallen, wodurch das Verhältnis zwischen Chance und Risiko deutlich weniger attraktiv wäre.

Bären-Szenario
Mittleres Szenario
Bullen-Szenario
Umsatzwachstum
10,0 %
15,0 %
20,0 %
Wachstum durch Übernahmen
0,0 %
0,0 %
0,0 %
EBIT-Marge in 2036
55,0 %
60,0 %
65,0 %
KGV in 2036
30
35
45
Rendite auf Kurs
5,4 %
12,9 %
21,8 %
Ausschüttungsrendite
0,5 %
0,5 %
0,5 %
Gesamtrendite
5,9 %
13,4 %
22,3 %
Kurs
Renditeerwartung pro Jahr
100 USD
20,8 %
120 USD
18,6 %
140 USD
16,8 %
160 USD
15,2 %
180 USD
13,9 %
200 USD
12,7 %
204,4 USD
12,5 %
220 USD
11,6 %
240 USD
10,7 %
260 USD
9,8 %
280 USD
9,0 %
300 USD
8,2 %
320 USD
7,5 %
340 USD
6,9 %
360 USD
6,3 %

Fazit

NVIDIA ist das Rückgrat der KI-Infrastruktur. Das Unternehmen verkauft längst nicht mehr nur Grafikchips. NVIDIA bietet komplette Plattformen aus GPUs, Servern, Netzwerktechnik und Software. Rund 89,6 % des Umsatzes stammen inzwischen aus Rechenzentren und Netzwerktechnik. Das eigene CUDA-Ökosystem bindet mehr als 4 Millionen Entwickler und macht einen Wechsel zu anderen Anbietern technisch aufwendig und teuer.

Der Markt wächst außergewöhnlich schnell. Der weltweite Markt für KI-Infrastruktur soll von 59 Mrd. Dollar im Jahr 2025 auf rund 498 Mrd. Dollar bis 2034 steigen. Das entspricht 26,6 % Wachstum pro Jahr. NVIDIA ist bei KI-Beschleunigern mit rund 85 % Marktanteil klar führend. Neue Rechenzentren, KI-Inferenz, Robotik und industrielle Anwendungen könnten die Nachfrage noch viele Jahre antreiben.

Die Kennzahlen sind herausragend, die Bewertung bleibt anspruchsvoll. NVIDIA erreicht im AktienInsight-Rating 9 von 9 Punkten. Der Umsatz wuchs über zehn Jahre um 45,7 % pro Jahr, das EBIT um 64,9 % und der Free Cash Flow um 56,6 %. Die EBIT-Marge liegt bei 60,6 %, Nettoschulden gibt es keine. Mit einem KGV von 41,7 liegt die Aktie dennoch 26,6 % unter ihrem historischen Median.

Die Chancen sind groß, aber die Abhängigkeiten ebenfalls. NVIDIA profitiert vom Ausbau der KI-Rechenzentren, neuen Softwareerlösen sowie Robotik und Physical AI. Gleichzeitig hängt ein großer Teil des Geschäfts an wenigen Hyperscalern. Hinzu kommen Exportbeschränkungen nach China, die Abhängigkeit von TSMC und wachsender Wettbewerb durch AMD sowie kundeneigene KI-Chips. Hohe Erwartungen können bei kleineren Enttäuschungen zudem höhere Kursverluste auslösen.

Wir finden die NVIDIA-Aktie kaufenswert. Beim Kurs von 204,4 Dollar ergibt das Bewertungsmodell nach Berücksichtigung der Sicherheitsmarge eine erwartete Rendite von durchschnittlich 12,5 % pro Jahr.

Über den Autor

Ibo Ahmiane (ProfessorFinanzen)

Einer der größten Finanz-Influencer & Investor

Vom normalen Bankangestellten zu einem der erfolgreichsten Finfluencer. Ibo spricht auf seinen Social Media Kanälen über finanzielle Bildung und erreicht dort schon über 2,2 Millionen Menschen. Durch seine Arbeit in der Bank musste er immer wieder feststellen, dass die meisten Menschen keine Ahnung davon haben, wie sie richtig mit ihrem Geld umgehen. Unser Bildungssystem hat scheinbar keinen Platz für Finanzbildung und das will er ändern. Ibo selbst hat im Alter von 28 Jahren bereits über 1.000.000€ investiert.

Haftungsausschluss und Transparenzhinweis

Sämtliche Inhalte dieser Analyse stellen journalistische Publikationen dar. Sie dienen ausschließlich Informations- und Lernzwecken und stellen keine Handlungsempfehlung hinsichtlich des Kaufs oder Verkaufs von Wertpapieren dar. Die Inhalte wurden sorgfältig nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, es kann jedoch keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte übernommen werden. Es wurden ausschließlich Informationen berücksichtigt, die den Autoren zum Stand der Veröffentlichung bekannt gewesen sind.

Alle Inhalte geben ausnahmslos und zu jeder Zeit die persönliche Meinung und Einschätzung der Autoren wieder. Ein Handel mit Wertpapieren wie z.B. Aktien ist mit Chancen, aber auch mit Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden und erfolgt auf eigene Verantwortung. Die Autoren übernehmen keine Haftung für Schäden und Verluste, die sich aus einer Handlung auf Basis der zur Verfügung gestellten Informationen ergeben. Der Autor hält zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels Aktien von NVIDIA.

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