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S&P Global Aktienanalyse
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Einleitung
Kreditratings, Finanzdaten und der S&P 500. S&P Global steckt hinter vielen Standards, auf die sich Banken, Investoren und Unternehmen täglich verlassen. Das Unternehmen erzielt 15,3 Mrd. US Dollar Umsatz und erreicht eine EBIT-Marge von 42,9 %. Viele Produkte sind tief in die Abläufe der Kunden eingebunden. Genau das sorgt für hohe Wechselkosten, wiederkehrende Erlöse und ein Geschäftsmodell, das nur schwer anzugreifen ist.
Wachsende Datenmengen, ETFs und künstliche Intelligenz. Der Markt für Finanzdatenservices soll bis 2035 auf rund 59 Mrd. US Dollar wachsen. Gleichzeitig kontrolliert S&P Global rund 40 % des weltweiten Kreditratingmarktes. Neue Chancen entstehen durch Private Markets, Energie- und Rohstoffdaten sowie KI-Anwendungen. Doch es gibt auch Risiken. Schwache Anleihemärkte, strengere Regulierung oder günstigere Datenlösungen könnten das Wachstum bremsen.
Eine Qualitätsaktie zum richtigen Preis? S&P Global wächst seit Jahren stark, verdient außergewöhnlich hohe Margen und gibt viel Kapital an die Aktionäre zurück. Nach dem Kursrückgang liegt das erwartete KGV bei 27,4 und damit unter dem historischen Median von rund 30. Ist das bereits eine attraktive Einstiegschance oder bleibt die Aktie trotz ihrer Qualität zu teuer? Unsere Analyse zeigt dir, welches Renditepotenzial wirklich in der S&P Global Aktie steckt.

Inhaltsverzeichnis
- Geschichte
- Management & Aktionärsstruktur
- Geschäftsmodell3.1 Grundlagen zum Geschäftsmodell
3.2 Geschäftsmodell im Detail - Branche4.1 Die FMCG-Branche
4.2 Wettbewerbsvergleich - Kennzahlen5.1 AktienInsight-Rating
5.2 Umsatzentwicklung
5.3 EBIT und Free Cash Flow
5.4 Ausschüttungen
5.5 Bilanzanalyse - Chancen & Risiken6.1 Chancen
6.2 Risiken - Bewertung7.1 Historische Bewertung
7.2 Rendite basierend auf KGV - Fazit

Geschichte

Management & Aktionärsstruktur

Martina L. Cheung
Martina L. Cheung (49) ist seit November 2024 CEO von S&P Global. Sie ist eine interne Nachfolgerin und kam bereits 2010 als Vice President of Operations zu S&P Global Ratings. Danach übernahm sie mehrere Führungsrollen, unter anderem als Chief Strategy Officer, Head of Risk Services und President von S&P Global Market Intelligence.
Vor ihrer Ernennung zur CEO leitete Cheung S&P Global Ratings, also einen der wichtigsten und profitabelsten Bereiche des Konzerns. Dort war sie direkt für das Ratinggeschäft verantwortlich, das für S&P Global strategisch zentral ist. Außerdem war sie Executive Lead von S&P Global Sustainable1 und spielte eine wichtige Rolle beim Ausbau von Daten-, Risiko- und Nachhaltigkeitslösungen.
Vor ihrer Zeit bei S&P Global arbeitete Cheung in der Financial Services Strategy Group von Accenture und später als Partnerin bei Mitchell Madison Consulting. Sie hat einen Bachelor in Commerce und einen Master in Business Studies von der National University of Ireland, Galway. Insgesamt bringt sie damit eine Mischung aus Beratungserfahrung, Strategiearbeit und langjähriger operativer Erfahrung innerhalb von S&P Global mit.
Vergütung
Martina Cheungs Gehalt hat 3 Bestandteile:
- 8,0 % Festgehalt. Als CEO erhielt Cheung 2025 ein Basisgehalt von rund 1,0 Mio. US Dollar.
- 19,7 % 1-Jahres-Bonus. Der kurzfristige Bonus belief sich 2025 auf rund 2,45 Mio. US Dollar. Die Auszahlung basiert vor allem auf der bereinigten EBITA-Marge und dem bereinigten Umsatz des Konzerns. Für 2025 wurde der Bonus mit 108,68 % des Zielwerts ausgezahlt.
- 72,3 % langfristige Aktienkomponenten. Dieser Teil besteht aus Performance Share Units und Restricted Stock Units. Der Zielwert lag 2025 bei 9,0 Mio. US Dollar, davon 6,3 Mio. US Dollar in Performance-Aktien und 2,7 Mio. US Dollar in Restricted Stock. Die Performance-Aktien richten sich über drei Jahre am bereinigten Gewinn je Aktie aus.
Das Gesamtgehalt belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf rund 12,45 Mio. US Dollar. Davon waren rund 92 % variabel oder aktienbasiert. Die Vergütung steht einem starken Geschäftsjahr gegenüber: S&P Global steigerte den Umsatz 2025 um 8 %, den Nettogewinn um 16 % und den verwässerten Gewinn je Aktie um 19 %. Gleichzeitig wurden 6,2 Mrd. US Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe an Aktionäre zurückgeführt.
Wir bewerten das Vergütungsprogramm als solide, da es stark leistungsabhängig und klar auf Aktionärsinteressen ausgerichtet ist. Positiv ist vor allem der hohe Anteil langfristiger Aktienkomponenten und die Verknüpfung mit dem bereinigten Gewinn je Aktie. Etwas kritisch ist, dass ein Teil der Ziele auf bereinigten Kennzahlen basiert. Insgesamt wirkt die Vergütung angesichts der Unternehmensgröße, Profitabilität und Kapitalrückflüsse aber vertretbar.
Aktionärsstruktur
S&P Global hat keinen klassischen Ankeraktionär. Die größten Anteilseigner sind Vanguard, BlackRock und State Street. Zusammen halten sie gut 22 % der Aktien. Diese Beteiligungen liegen aber vor allem in ETFs und Indexfonds. Die Vermögensverwalter geben dem Unternehmen deshalb keine klare strategische Richtung. In schwierigen Phasen ist von ihnen auch kein besonderer Rückhalt zu erwarten. Positiv ist jedoch, dass die breite Aktionärsstruktur die Abhängigkeit von einzelnen Großaktionären begrenzt.
CEO Martina Cheung hält rund 25.196 Aktien von S&P Global. Das entspricht nur etwa 0,01 % aller ausstehenden Aktien. Damit ist ihre Beteiligung im Verhältnis zum Unternehmen sehr klein. Absolut hat das Aktienpaket dennoch einen hohen Wert. Sie profitiert also persönlich von einer guten Entwicklung des Aktienkurses. Das sorgt für ein gewisses Alignment mit den Aktionären. Besonders stark ist dieser Anreiz aber nicht, weil nur ein kleiner Teil des Unternehmens in ihrem Besitz ist.


Geschäftsmodell
Grundlagen zum Geschäftsmodell
S&P Global verkauft keine klassischen Finanzprodukte. Das Unternehmen liefert Daten, Ratings, Indizes und Preisbenchmarks, auf die sich Banken, Investoren, Unternehmen und Staaten verlassen. Viele dieser Informationen sind direkt in Finanzprozesse eingebaut. Dadurch entstehen hohe Wechselkosten. Kunden können den Anbieter nicht einfach austauschen, ohne ihre Systeme, Verträge oder Arbeitsabläufe anzupassen.
Im Ratinggeschäft bewertet S&P Global die Kreditwürdigkeit von Unternehmen, Staaten und Finanzprodukten. Möchte ein Unternehmen eine Anleihe ausgeben, hilft das Rating den Investoren, das Ausfallrisiko einzuschätzen. Bezahlt wird S&P Global in der Regel vom Emittenten. Neben der erstmaligen Bewertung fallen häufig weitere Gebühren für die laufende Überwachung des Ratings an.
S&P Dow Jones Indices entwickelt und verwaltet bekannte Börsenindizes wie den S&P 500. ETF-Anbieter und Vermögensverwalter nutzen diese Indizes als Grundlage für ihre Anlageprodukte. Dafür zahlen sie Lizenzgebühren. Ein Teil der Einnahmen hängt vom verwalteten Vermögen oder vom Handelsvolumen ab. Steigen die Märkte und fließt mehr Geld in indexbasierte Produkte, wächst daher meist auch der Umsatz dieses Bereichs.
Market Intelligence richtet sich vor allem an Banken, Vermögensverwalter und Unternehmen. Über Plattformen wie Capital IQ erhalten Kunden Finanzdaten, Unternehmensinformationen, Research und Analysewerkzeuge. Diese Lösungen werden häufig über mehrjährige Abonnements verkauft. Zusätzlich entstehen nutzungsabhängige Einnahmen. Weil die Software tief in den täglichen Arbeitsabläufen steckt, sind die Erlöse überwiegend wiederkehrend und gut planbar.
Im Energie- und Rohstoffgeschäft liefert S&P Global Marktinformationen, Preisbewertungen und Benchmarks. Händler und Energieunternehmen verwenden diese Daten für Verträge, Handel und Risikomanagement. Besonders wichtig sind Referenzpreise, die sich als Marktstandard etabliert haben. Kunden zahlen hauptsächlich für Datenabonnements und die Nutzung der Benchmarks. Volatile Märkte erhöhen dabei häufig den Bedarf an verlässlichen Informationen.
Die Grafik zeigt den Kern des Geschäftsmodells gut: S&P Global steht zwischen den Marktteilnehmern und liefert die Standards, auf denen Entscheidungen und Verträge basieren. Das Unternehmen profitiert nicht nur vom Verkauf einzelner Datensätze. Es verdient wiederkehrend, sobald Kunden Ratings überwachen, Indizes lizenzieren, Plattformen abonnieren oder Preisbenchmarks in ihren Prozessen nutzen.
Genau diese Einbindung macht das Geschäftsmodell so attraktiv. Die Produkte benötigen vergleichsweise wenig zusätzliches Kapital, lassen sich weltweit verteilen und erzielen hohe Margen. Gleichzeitig beruhen viele Angebote auf Datenbeständen, Marken und Methoden, die über Jahrzehnte aufgebaut wurden. Für neue Wettbewerber ist es deshalb schwer, eine ähnlich hohe Akzeptanz und Glaubwürdigkeit zu erreichen.

Geschäftsmodell im Detail
Market Intelligence (31,9 %)
Market Intelligence ist das größte Segment von S&P Global. Der Bereich erzielte 2025 einen Umsatz von 4,9 Mrd. US Dollar. Kunden erhalten Finanzdaten, Unternehmensinformationen, Bewertungen, Research und Softwarelösungen. Zu den wichtigsten Angeboten gehören Capital IQ, Datenfeeds, APIs und Lösungen für Kreditrisiken. Rund 83 % der Segmenterlöse stammen aus Abonnements. Das macht den Umsatz vergleichsweise stabil und gut planbar.
Der Bereich wächst vor allem durch Preiserhöhungen, zusätzliche Datensätze und die stärkere Einbindung der Produkte in Kundenprozesse. Auch Visible Alpha erweitert das Angebot um detaillierte Analystenschätzungen. Von 2023 bis 2025 wuchs der Umsatz jährlich um durchschnittlich rund 6 %. Die ausgewiesene operative GAAP-Marge stieg 2025 auf rund 20 %. Sie wird weiterhin durch hohe Abschreibungen aus der IHS-Markit-Übernahme belastet.
Ratings (29,7 %)
Ratings ist gemessen am Umsatz nur knapp kleiner als Market Intelligence, liefert aber deutlich mehr Gewinn. S&P Global bewertet die Kreditwürdigkeit von Unternehmen, Staaten, Kommunen und strukturierten Finanzprodukten. Bei neuen Anleihen fallen transaktionsabhängige Gebühren an. Hinzu kommen laufende Erlöse für die Überwachung bestehender Ratings sowie weitere Daten- und Analyseangebote.
Der Umsatz erreichte 2025 rund 4,7 Mrd. US Dollar. Davon entfielen 52 % auf Transaktionen und 48 % auf wiederkehrende Erlöse. Von 2023 bis 2025 lag das durchschnittliche jährliche Wachstum bei rund 19 %. Dieses hohe Tempo wurde durch die starke Erholung der Anleiheemissionen begünstigt. Die operative GAAP-Marge lag bei außergewöhnlich hohen rund 64 %.
Das Segment besitzt hohe Eintrittsbarrieren. Emittenten benötigen Ratings, die von Investoren, Banken und Aufsichtsbehörden anerkannt werden. Gleichzeitig schwankt das Geschäft mit dem Finanzierungsumfeld. Werden weniger Anleihen ausgegeben, sinken die transaktionsabhängigen Erlöse schnell. Das wurde 2022 deutlich sichtbar. Für Investoren ist Ratings deshalb ein sehr profitabler, aber nicht vollständig konjunkturunabhängiger Teil des Konzerns.
Energy (15,0 %)
Energy liefert Daten, Analysen, Preisbewertungen und Benchmarks für Energie- und Rohstoffmärkte. Die Informationen werden von Produzenten, Händlern, Banken und Regierungen genutzt. Besonders wertvoll sind Referenzpreise, die direkt in Lieferverträge und Handelsprozesse eingebaut sind. Dadurch entstehen hohe Wechselkosten und ein großer Anteil wiederkehrender Erlöse.
Der Segmentumsatz belief sich 2025 auf rund 2,3 Mrd. US Dollar. Von 2023 bis 2025 wuchs Energy jährlich um durchschnittlich knapp 9 %. Die operative GAAP-Marge lag bei rund 41 %. Wachstum entsteht durch volatile Energiemärkte, neue Rohstoffströme und die Energiewende. Gleichzeitig erweitert S&P Global die Bereitstellung seiner Daten über moderne Plattformen und KI-gestützte Anwendungen.
Indices (12,0 %)
Indices entwickelt und verwaltet Börsenindizes wie den S&P 500 und den Dow Jones Industrial Average. ETF-Anbieter, Börsen und Banken zahlen dafür Lizenzgebühren. Rund 65 % des Umsatzes stammen aus Gebühren, die an das verwaltete Vermögen gekoppelt sind. Weitere Einnahmen kommen aus Derivaten, Datenabonnements und maßgeschneiderten Indizes.
Der Umsatz stieg 2025 um 14 % auf 1,85 Mrd. US Dollar. Seit 2023 lag das durchschnittliche jährliche Wachstum bei knapp 15 %. Die operative GAAP-Marge erreichte rund 69 % und war damit die höchste im Konzern. Rückenwind liefern steigende Kapitalmärkte und wachsende ETF-Vermögen. Ende 2025 lagen allein die ETF-Vermögen auf S&P-Indizes bei rund 5,5 Billionen US Dollar.
Mobility (11,4 %)
Mobility sammelt und verarbeitet Daten rund um Fahrzeuge, Hersteller, Händler und Gebrauchtwagenmärkte. Kunden nutzen die Informationen für Produktplanung, Fahrzeugbewertungen, Marketing und Bestandsmanagement. Der Bereich stammt größtenteils aus der Übernahme von IHS Markit und unterscheidet sich deutlich von den kapitalmarktnahen Kerngeschäften des Konzerns.
2025 erzielte Mobility einen Umsatz von rund 1,75 Mrd. US Dollar. Von 2023 bis 2025 wuchs der Bereich jährlich um durchschnittlich rund 8,5 %. Die operative GAAP-Marge lag bei etwa 22 %. S&P Global kündigte 2025 an, Mobility in ein eigenständiges börsennotiertes Unternehmen abzuspalten. Die Abspaltung wurde am 1. Juli 2026 abgeschlossen. Seitdem konzentriert sich S&P Global vollständig auf Finanzdaten, Ratings, Rohstoffinformationen und Indizes.
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Neben der breiten Aufstellung nach Geschäftsbereichen ist S&P Global auch geografisch gut diversifiziert. Trotzdem bleibt der US-Markt klar am wichtigsten. Rund 61 % des Umsatzes entstehen dort. Das liegt vor allem an der Größe der amerikanischen Kapitalmärkte, der hohen Anleiheemissionstätigkeit und der starken Nutzung von Finanzdaten, Ratings und indexgebundenen Produkten.
Europa steuert rund 23 % zum Umsatz bei und ist damit die zweitwichtigste Region. S&P Global profitiert hier von großen Banken, Versicherungen, Vermögensverwaltern und internationalen Unternehmen. Besonders Market Intelligence, Ratings und Energy sind fest in vielen Arbeitsabläufen verankert. Die Bedeutung Europas dürfte langfristig weiter steigen, da Regulierung, Datenbedarf und Risikomanagement immer komplexer werden.
Auf Asien und weitere internationale Märkte entfallen zusammen rund 16 % des Umsatzes. Diese Regionen sind heute noch deutlich kleiner, bieten aber das größte strukturelle Wachstumspotenzial. Steigende Kapitalmarktaktivität, mehr Unternehmensanleihen, neue ETF-Produkte und ein wachsender Bedarf an Rohstoffdaten schaffen zusätzliche Nachfrage. Besonders in Indien und Südostasien erweitert sich der adressierbare Markt.
Die starke Stellung in den USA sorgt für hohe Erträge und stabile Kundenbeziehungen. Gleichzeitig bleibt der Konzern dadurch abhängig von der Entwicklung der US-Kapitalmärkte. Schwächere Emissionen oder sinkende Börsenkurse würden mehrere Segmente gleichzeitig belasten. Das internationale Geschäft federt solche Schwankungen teilweise ab, ist bislang aber noch nicht groß genug, um die Abhängigkeit vollständig auszugleichen.

Nach der breiten Expansion durch die Übernahme von IHS Markit richtet S&P Global den Konzern nun stärker auf seine wertvollsten Plattformen aus. Ratings, Indizes, Finanzdaten und Rohstoffbenchmarks bleiben das Fundament. Diese Angebote besitzen starke Marken, hohe Wechselkosten und überwiegend wiederkehrende Erlöse. Darauf baut das Unternehmen seine nächste Wachstumsphase auf.
Neue Wachstumsfelder sind vor allem Private Markets, Wealth Management, Energie und Lieferketten. In privaten Märkten fehlen häufig einheitliche Daten und Standards. S&P Global will diese Lücke mit Bewertungsdaten, Software und Benchmarks schließen. Das Unternehmen bringt dabei verschiedene Angebote aus Market Intelligence, Ratings und Indices zusammen und kann Kunden über den gesamten Anlageprozess begleiten.
Künstliche Intelligenz soll sowohl die Produkte als auch die internen Abläufe verbessern. Kunden sollen Daten einfacher durchsuchen, analysieren und direkt in ihre Systeme einbinden können. Gleichzeitig kann S&P Global Research, Datenaufbereitung und Softwareentwicklung effizienter gestalten. Besonders wertvoll sind dabei die eigenen Datensätze, weil verlässliche und sauber strukturierte Informationen für professionelle KI Anwendungen entscheidend sind.
Ein weiterer Schritt ist die Abspaltung von Mobility. Seit Juli 2026 wird der Bereich als eigenständiges Unternehmen geführt. S&P Global konzentriert sich dadurch vollständig auf Market Intelligence, Ratings, Energy und Indices. Die neue Struktur ist einfacher und stärker auf Geschäftsbereiche ausgerichtet, die ähnliche Kunden, Datenbestände und Vertriebswege besitzen.
Trotz der Investitionen bleibt die Kapitaldisziplin ein wichtiger Teil der Strategie. S&P Global will weiterhin in Daten, Technologie und neue Produkte investieren, gleichzeitig aber einen großen Teil des freien Cashflows an die Aktionäre zurückgeben. Das mittelfristige Ziel liegt bei rund 85 % des bereinigten freien Cashflows, die über Dividenden und Aktienrückkäufe ausgeschüttet werden sollen.
Für Investoren ist entscheidend, ob S&P Global seine bestehenden Datenbestände in zusätzliche Produkte und Arbeitsabläufe übersetzen kann. Gelingt das, kann der Konzern wachsen, ohne seine Kosten im gleichen Tempo erhöhen zu müssen. Die Strategie setzt damit weniger auf eine weitere große Übernahme und stärker auf organisches Wachstum, bessere Vernetzung der Plattformen und eine konsequentere Nutzung der vorhandenen Daten.

Fazit zum Geschäftsmodell
S&P Global besitzt ein sehr starkes Geschäftsmodell. Ratings, Indizes, Finanzdaten und Preisbenchmarks sind tief in die Abläufe der Kunden eingebunden und nur schwer ersetzbar. Das sorgt für hohe Wechselkosten, wiederkehrende Erlöse und starke Margen. Besonders attraktiv sind Ratings und Indices, während Market Intelligence das größte Umsatzsegment und ein wichtiger Wachstumstreiber bleibt.
Für Investoren überzeugt vor allem die Kombination aus Marktführerschaft, Preissetzungsmacht und geringem Kapitalbedarf. Die Fokussierung nach der Mobility-Abspaltung, neue Datenmärkte und der Einsatz von KI können das Wachstum zusätzlich stärken. Gleichzeitig bleibt S&P Global abhängig von Kapitalmarktaktivität, Regulierung und der erfolgreichen Monetarisierung seiner Daten. Insgesamt bewerten wir das Geschäftsmodell als qualitativ überdurchschnittlich und langfristig sehr attraktiv.

Branche
Markt für Finanzdatenservices
Der weltweite Markt für Finanzdatenservices soll von rund 26 Mrd. US Dollar im Jahr 2024 auf etwa 59 Mrd. US Dollar im Jahr 2035 wachsen. Dies entspricht einem durchschnittlichen Wachstum von 7,7 % pro Jahr. Damit würde sich das Marktvolumen innerhalb von elf Jahren mehr als verdoppeln. Für S&P Global entsteht dadurch ein langfristig attraktives Umfeld mit strukturell steigender Nachfrage nach verlässlichen Finanzinformationen.
Ein wichtiger Wachstumstreiber ist die zunehmende Menge verfügbarer Daten. Banken, Vermögensverwalter und Unternehmen benötigen Lösungen, die Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen, analysieren und direkt in ihre Arbeitsabläufe integrieren. Besonders gefragt sind Echtzeitdaten, Risikomodelle, private Marktdaten und automatisierte Analysewerkzeuge. Auch S&P Global verzeichnet eine steigende Nachfrage nach Daten, Analysen und digitalen Workflowlösungen.
Zusätzlich eröffnet künstliche Intelligenz neue Möglichkeiten. Hochwertige und sauber strukturierte Datensätze werden benötigt, um Modelle zu trainieren und zuverlässige Ergebnisse zu erzeugen. Anbieter wie S&P Global können ihre Daten dadurch über Schnittstellen, Analyseplattformen und digitale Assistenten noch tiefer in die Prozesse ihrer Kunden einbinden. Gleichzeitig steigen die Wechselkosten, sobald Daten und Software fest in zentrale Entscheidungsprozesse integriert sind.
Risiken entstehen vor allem durch den intensiven Wettbewerb, hohe Investitionen in Technologie und mögliche Sparmaßnahmen bei Finanzinstituten. Auch künstliche Intelligenz könnte einfache Analysen günstiger verfügbar machen und einzelne Produkte austauschbarer werden lassen. Entscheidend bleibt deshalb die Qualität, Exklusivität und Aktualität der Daten. S&P Global besitzt hier durch seine etablierten Datenbanken, Benchmarks, Ratings und langjährigen Kundenbeziehungen eine starke Ausgangsposition.

Das hohe Marktwachstum verteilt sich jedoch nicht gleichmäßig auf alle Anbieter. Besonders stark sind Unternehmen, deren Plattformen bereits tief in die täglichen Arbeitsabläufe von Banken, Vermögensverwaltern und Analysten eingebunden sind. Bloomberg nimmt mit einem geschätzten Marktanteil von 33 % die führende Position ein. Dahinter folgt LSEG mit rund 20 %, das durch Refinitiv über eine breite Datenbasis und etablierte Kundenbeziehungen verfügt.
S&P Global Market Intelligence erreicht einen geschätzten Marktanteil von rund 6 %. Damit liegt das Unternehmen deutlich hinter den beiden Marktführern, gehört aber weiterhin zu den wichtigsten Anbietern. Besonders stark ist S&P Global bei Unternehmensdaten, Kreditinformationen, Branchenanalysen und Bewertungsmodellen. Durch die Übernahme von IHS Markit wurde das Angebot zusätzlich um Daten zu Rohstoffen, Energie, Transport und privaten Märkten erweitert.
FactSet kommt auf etwa 5 % und konzentriert sich vor allem auf Vermögensverwalter, Analysten und Investmentteams. Die übrigen 36 % verteilen sich auf zahlreiche kleinere Anbieter und Spezialisten. Dazu zählen Plattformen für Indexdaten, Risikomodelle, Portfolioanalyse, alternative Daten und einzelne Branchen. Der Markt ist daher außerhalb der führenden Unternehmen stark fragmentiert und bietet weiterhin Raum für Übernahmen und zusätzliche Marktanteilsgewinne.
Für S&P Global ist nicht entscheidend, Bloomberg vollständig zu ersetzen. Viele Kunden nutzen mehrere Datenanbieter gleichzeitig, da sich deren Angebote ergänzen. Chancen entstehen deshalb vor allem durch zusätzliche Produkte, eine stärkere Verknüpfung der eigenen Datensätze und den Ausbau wiederkehrender Abonnements. Risiken bestehen durch den intensiven Wettbewerb, hohe Wechselbarrieren zugunsten etablierter Plattformen und den Preisdruck bei leichter vergleichbaren Standarddaten.

Markt für Kreditratings
Als zweite Branche betrachten wir den Markt für Kreditratings. Dabei bewerten spezialisierte Agenturen die Zahlungsfähigkeit von Unternehmen, Staaten und strukturierten Finanzprodukten. Diese Einschätzungen dienen Investoren, Banken und Versicherungen als wichtige Orientierung und beeinflussen häufig die Finanzierungskosten eines Emittenten. Für S&P Global ist dieser Markt besonders bedeutend, da das Ratinggeschäft überdurchschnittlich hohe Margen erwirtschaftet.
Der globale Kreditratingmarkt wird von wenigen Unternehmen beherrscht. S&P Global und Moody’s kommen jeweils auf einen geschätzten Marktanteil von rund 40 %, während Fitch etwa 15 % erreicht. Die drei größten Anbieter kontrollieren damit zusammen ungefähr 95 % des Marktes. Je nach Region und Berechnungsmethode können die tatsächlichen Anteile allerdings abweichen.
Die starke Konzentration entsteht durch hohe Eintrittsbarrieren. Neue Anbieter benötigen regulatorische Zulassungen, erfahrene Analysten, umfangreiche historische Daten und vor allem das Vertrauen der Kapitalmarktteilnehmer. Emittenten wählen bevorzugt Agenturen, deren Ratings weltweit von Investoren akzeptiert werden. Dadurch verstärkt sich die Marktposition der etablierten Anbieter selbst, während kleinere Ratingagenturen meist nur in einzelnen Regionen oder Marktsegmenten erfolgreich sind.
Wachstumsmöglichkeiten entstehen durch steigende Unternehmensverschuldung, die Entwicklung der Schwellenländer und neue Finanzierungsformen wie Private Credit. Risiken bestehen vor allem in strengeren Regulierungen, möglichen Interessenkonflikten und der Abhängigkeit vom Emissionsvolumen am Anleihemarkt. Werden weniger Anleihen ausgegeben, sinkt kurzfristig auch die Nachfrage nach neuen Ratings. Gleichzeitig sorgen laufende Überwachungen bestehender Ratings für wiederkehrende Erlöse.

Wettbewerbsvergleich
Moody’s
Moody’s besteht im Kern aus zwei Bereichen. Moody’s Ratings bewertet die Kreditwürdigkeit von Unternehmen, Staaten und strukturierten Finanzprodukten. Moody’s Analytics liefert Risikodaten, Analysemodelle und Software für Banken, Versicherungen und Unternehmen. Ein großer Teil der Erlöse aus dem Analysegeschäft ist wiederkehrend, während das Ratinggeschäft stärker von der Aktivität an den Anleihemärkten abhängt.
Im Vergleich zu S&P Global ist Moody’s deutlich stärker auf Kreditrisiken konzentriert. Beide Unternehmen gehören zu den führenden Ratingagenturen und verkaufen Finanzdaten. S&P Global ist jedoch breiter aufgestellt und verdient zusätzlich mit Aktienindizes, Rohstoffinformationen und Mobilitätsdaten. Moody’s bietet dadurch den direkteren Zugang zum Ratinggeschäft, ist aber stärker von der Ausgabe neuer Anleihen abhängig.
Bei den Kennzahlen liegt Moody’s nahe an S&P Global. Die EBIT-Marge ist mit 43,4 % sogar leicht höher, während das historische Umsatzwachstum geringer ausfällt. Für die kommenden Jahre wird Moody’s jedoch ein höheres Wachstum zugetraut. Mit einem erwarteten KGV von 33,0 ist die Aktie deutlich teurer als S&P Global, ohne bei Marge oder Verschuldung einen klaren Vorteil zu bieten.
MSCI
MSCI entwickelt Aktienindizes, Portfolioanalysen sowie Datenlösungen für institutionelle Investoren. Besonders wichtig sind Indexlizenzen und Gebühren, die vom verwalteten Vermögen entsprechender ETFs und Fonds abhängen. Daneben verkauft MSCI Analysewerkzeuge und Daten zu Nachhaltigkeit, Klima und privaten Vermögenswerten. Das Geschäftsmodell verbindet wiederkehrende Abonnements mit Erlösen, die direkt von den Kapitalmärkten profitieren.
Gegenüber S&P Global ist MSCI wesentlich fokussierter. Die größte Überschneidung besteht mit S&P Dow Jones Indices und Teilen von Market Intelligence. Ein eigenes Ratinggeschäft sowie umfangreiche Rohstoff- und Energiedaten fehlen MSCI. Dadurch profitiert das Unternehmen besonders stark vom Wachstum passiver Geldanlagen, ist bei fallenden Aktienmärkten aber stärker von sinkenden verwalteten Vermögen und damit niedrigeren Indexgebühren betroffen.
MSCI sticht vor allem bei der Profitabilität hervor. Die EBIT-Marge von 54,7 % ist mit Abstand die höchste im Vergleich. Auch das historische und erwartete Umsatzwachstum ist stark. Diese Qualität ist allerdings bereits eingepreist: Das KUV von 12,8 und das KGV von 39,2 sind die höchsten Werte der Gruppe. Zudem liegt die Verschuldung mit dem 3,0-Fachen des EBITDA deutlich über den Wettbewerbern.
FactSet
FactSet bietet Finanzdaten, Analyseprogramme und digitale Arbeitsplätze für Vermögensverwalter, Investmentbanken und andere Finanzprofis. Kunden können Unternehmensdaten auswerten, Portfolios analysieren, Risiken überwachen und Berichte erstellen. Die Lösungen werden tief in die täglichen Arbeitsabläufe eingebunden, wodurch ein hoher Anteil wiederkehrender Erlöse und eine starke Kundenbindung entsteht.
Im Vergleich zu S&P Global ist FactSet stärker auf die technische Arbeitsplattform für Investmentexperten ausgerichtet. Das Unternehmen erstellt keine Kreditratings und betreibt auch kein ähnlich bedeutendes Index- oder Rohstoffgeschäft. FactSet konkurriert vor allem mit dem Bereich Market Intelligence. S&P Global besitzt dagegen mehr eigene Benchmarks und regulatorisch relevante Inhalte, während FactSet Daten verschiedener Anbieter in einer einheitlichen Benutzeroberfläche zusammenführt.
FactSet ist mit Abstand am günstigsten bewertet. Sowohl beim KUV als auch beim KGV weist das Unternehmen die niedrigsten Werte auf. Gleichzeitig besitzt es die geringste Verschuldung und die höchste Dividendenrendite. Der Abschlag hat jedoch Gründe: Die EBIT-Marge liegt deutlich unter den Wettbewerbern und das erwartete Wachstum ist schwächer. Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz lediglich um 5,4 %.
S&P-Global-Aktie im Vergleich
S&P Global bietet aus unserer Sicht den ausgewogensten Mix aus Wachstum, Profitabilität und Bewertung. S&P Global verbindet eine hohe Profitabilität mit einer starken Marktstellung und einer im Vergleich zu Moody’s und MSCI niedrigeren Bewertung. S&P Global erreicht eine EBIT-Marge von 42,9 %. Seit der Abspaltung von Mobility verteilt sich das Geschäft auf Ratings, Indizes sowie Finanz-, Energie- und Rohstoffdaten. Die Trennung des Mobilitätsbereichs hat das Portfolio fokussiert und macht die hohe Qualität der Kerngeschäfte besser sichtbar.

Kennzahlen
AktienInsight-Rating
S&P Global erreicht starke 8 von 9 Punkten. Besonders überzeugend ist die Kombination aus zweistelligem Wachstum und hoher Profitabilität. Das Unternehmen profitiert von wiederkehrenden Erlösen, hohen Wechselbarrieren und einer starken Marktstellung bei Ratings, Indizes und Finanzdaten. Dadurch wachsen die Gewinne schneller als der Umsatz, während die EBIT-Marge inzwischen bei 42,9 % liegt. Das spricht für deutliche Skaleneffekte und eine ausgeprägte Preissetzungsmacht.
Der einzige Schwachpunkt liegt beim ROIC, der aktuell noch knapp unter den Kapitalkosten liegt. Hier wirkt vor allem die deutlich gestiegene Kapitalbasis nach der Übernahme von IHS Markit nach. Operativ bleibt das Gesamtbild dennoch robust: Selbst in schwächeren Jahren brach das EBIT kaum ein, die Verschuldung ist tragbar und die Zinslast niedrig. S&P Global verbindet damit ein widerstandsfähiges Geschäftsmodell mit langfristig attraktiven Wachstumsaussichten.

Umsatzentwicklung
Über zehn Jahre ist der Umsatz von S&P Global um starke 11,2 % pro Jahr gewachsen. Der Sprung 2022 war allerdings kein normaler Wachstumsschub, sondern vor allem die Folge der abgeschlossenen Fusion mit IHS Markit. Dadurch kamen große Daten-, Analyse- und Softwaregeschäfte auf einen Schlag hinzu. Danach blieb das Wachstum solide. Das zeigt, dass S&P Global die größere Plattform nicht nur integriert, sondern auch operativ weiterentwickelt hat.
Bis 2028 soll das Wachstum auf rund 3,3 % pro Jahr sinken. Das wirkt zunächst verhalten, ist bei einem inzwischen deutlich größeren Konzern aber nicht ungewöhnlich. Stabilität liefern vor allem wiederkehrende Daten- und Abonnementerlöse sowie Gebühren aus dem Indexgeschäft. Gleichzeitig bleibt das Ratinggeschäft konjunkturabhängig. Ziehen Anleiheemissionen stärker an als erwartet, könnte die Prognose daher eher zu vorsichtig als zu optimistisch sein.

EBIT und Free Cash Flow
Beim EBIT zeigt sich noch deutlicher, wie gut das Geschäftsmodell skaliert. Über zehn Jahre legte der operative Gewinn um 13,1 % pro Jahr zu und damit schneller als der Umsatz. 2022 fällt dabei klar aus dem Rahmen. Trotz des Umsatzsprungs sank das EBIT, weil die IHS-Markit-Fusion hohe Integrations-, Abfindungs- und Transaktionskosten verursachte. Gleichzeitig belastete ein schwaches Emissionsumfeld das besonders margenstarke Ratinggeschäft.
Danach hat sich die Entwicklung schnell normalisiert. Synergien aus der Fusion, Preiserhöhungen und der hohe Anteil wiederkehrender Erlöse ließen die Marge wieder deutlich steigen. Bis 2028 soll das EBIT um rund 5,3 % pro Jahr wachsen und damit weiterhin schneller als der Umsatz. Das ist plausibel, setzt aber voraus, dass S&P Global weitere Effizienzgewinne realisiert und das Ratinggeschäft nicht erneut in eine längere Schwächephase gerät.

Der Free Cash Flow eines Unternehmens gibt an, wie viel freie Mittel es wirklich pro Jahr zur Verfügung hat. Mit diesem Geld können Dividenden gezahlt, Schulden getilgt oder in neue Projekte im Unternehmen investiert werden.
Beim Free Cash Flow zeigt sich grundsätzlich die Stärke des Geschäftsmodells. S&P Global braucht nur wenig Sachkapital und kann deshalb einen großen Teil seiner Gewinne in liquide Mittel verwandeln. Auffällig sind jedoch die starken Ausschläge. In der dargestellten Datenreihe springt der Cashflow 2022 deutlich nach oben, fällt 2023 zurück und erreicht 2025 einen neuen Höchststand.
Für 2026 wird ein deutlicher Rückgang erwartet, bevor der Free Cash Flow wieder moderat steigt. Das sieht zunächst schwach aus, dürfte aber vor allem eine Normalisierung nach dem außergewöhnlich hohen Wert von 2025 sein. Strukturell bleibt die Cash-Generierung stark.

Die starke Cash-Generierung basiert vor allem auf außergewöhnlich hohen Margen. Bis 2021 stieg die EBIT-Marge auf über 50 %. Der deutliche Einbruch 2022 war jedoch kein operativer Kollaps. Mit IHS Markit kamen margenschwächere Daten- und Softwaregeschäfte hinzu. Gleichzeitig belasteten Integrations-, Abfindungs- und weitere Fusionskosten. Außerdem schwächelte das besonders profitable Ratinggeschäft, weil Unternehmen deutlich weniger neue Anleihen ausgaben.
Seitdem arbeitet sich S&P Global Schritt für Schritt zurück. Kostensynergien, Preiserhöhungen und der hohe Anteil wiederkehrender Erlöse treiben die EBIT-Marge wieder nach oben. Interessant ist der Ausblick: Die Bruttomarge dürfte bis 2028 kaum zulegen, während die operative Marge weiter steigt. Das Wachstum soll also weniger aus einem besseren Umsatzmix kommen, sondern vor allem aus effizienteren Strukturen und einer besseren Auslastung der gemeinsamen Plattform.

Dividende und Aktien
Über zehn Jahre stieg die Ausschüttung um durchschnittlich 11,3 % pro Jahr. Noch wichtiger ist die lange Historie: S&P Global zahlt seit 1937 Dividende und erhöht sie seit mehr als 50 Jahren ohne Unterbrechung. Der Ausschlag der Ausschüttungsquote 2023 hing vor allem mit fusionsbedingten Abschreibungen und Sonderkosten zusammen, nicht mit einer zu großzügigen Ausschüttung.
Künftig dürfte das Wachstum etwas ruhiger ausfallen. Das ist nachvollziehbar, denn S&P Global hält die Ausschüttungsquote bewusst niedrig und verwendet viel Kapital für Aktienrückkäufe, Schuldenabbau und weiteres Wachstum.

Die laufende Rendite liegt mit rund 0,9 % knapp unter dem historischen Median. Für klassische Einkommensinvestoren ist das wenig. Die Ausschläge 2016 und 2020 entstanden vor allem durch kurzfristig fallende Aktienkurse, nicht durch eine schwankende Dividendenpolitik. Im Gegenteil: S&P Global erhöhte die Ausschüttung weiter. Eine höhere Rendite war historisch daher meist eher ein Zeichen für eine günstigere Bewertung der Aktie.
Bis 2028 dürfte sich die Rendite nur leicht auf rund 1,0 % verbessern. Trotz steigender Dividende bleibt sie niedrig, weil auch der Aktienkurs langfristig mitwachsen soll. S&P Global ist damit keine typische Hochdividendenaktie. Der Reiz liegt vielmehr in der Kombination aus stetigem Dividendenwachstum, niedriger Ausschüttungsquote und zusätzlichem Kurspotenzial. Die Dividende ergänzt die Gesamtrendite, sie ist aber nicht deren Haupttreiber.

Neben der Dividende hat S&P Global Aktionäre lange auch über Rückkäufe beteiligt. Von 2015 bis 2021 sank die Aktienzahl kontinuierlich, wodurch sich der Gewinn auf weniger Anteile verteilte. Der starke Sprung 2022 hat damit nichts zu tun: Für die Fusion mit IHS Markit wurden neue S&P-Global-Aktien ausgegeben. Die Übernahme wurde vollständig mit Aktien bezahlt und verwässerte bestehende Anteilseigner zunächst deutlich.
Seitdem arbeitet der Konzern diese Verwässerung wieder schrittweise ab. Hohe freie Mittel flossen erneut in Aktienrückkäufe, weshalb die Zahl bis 2025 klar zurückging. Das stützt den Gewinn je Aktie zusätzlich zum operativen Wachstum.

Bilanzanalyse
Schulden. S&P Global hat rund 11,3 Mrd. US-Dollar Nettoschulden. Dem steht ein EBITDA von 7,8 Mrd. US-Dollar gegenüber. Das Verhältnis liegt damit bei rund 1,5 x. Für ein Unternehmen mit hohen Margen, wiederkehrenden Erlösen und starkem Cashflow ist das gut tragbar. Die Verschuldung stammt zu einem großen Teil noch aus dem Zusammenschluss mit IHS Markit, bewegt sich inzwischen aber auf einem gesunden Niveau.
Zinsen. Die jährlichen Zinsaufwendungen liegen bei rund 390 Mio. US Dollar. Das entspricht knapp 6 % des EBIT. Gleichzeitig deckt der operative Gewinn die Zinsen fast 17-mal. Damit hat S&P Global einen sehr komfortablen Puffer. Auch bei schwächeren Anleiheemissionen oder einer vorübergehenden Ergebnisdelle dürfte die Zinszahlung kein Problem sein. Die Bilanz wird durch das höhere Zinsniveau daher nur überschaubar belastet.
Kreditrating. Moody’s bewertet S&P Global mit A3 und einem stabilen Ausblick. Fitch bewertet den Konzern mit A-. Beide Ratings liegen klar im Investment-Grade-Bereich und sprechen für eine gute Kreditwürdigkeit. Fitch begründet die Einstufung unter anderem mit hohen Eintrittsbarrieren, starken Cashflows und der moderaten Verschuldung des Unternehmens.
Goodwill. Goodwill entsteht vor allem durch Übernahmen und spiegelt Werte wie Marken, Kundenbeziehungen oder Synergien wider, die nicht separat bilanziert werden können.
S&P Global weist davon rund 36,5 Mrd. Dollar aus. Das entspricht knapp 60 % der gesamten Bilanzsumme und liegt damit deutlich über unserem Wunschwert von maximal 25 %. Der hohe Anteil steht vor allem im Zusammenhang mit dem großen Zusammenschluss mit IHS Markit. Solange die übernommenen Geschäfte ihre erwarteten Gewinne liefern, entsteht daraus zunächst kein direkter Liquiditätsabfluss. Sollten sich die Wachstumserwartungen jedoch verschlechtern, könnten hohe Abschreibungen notwendig werden.
Fazit zur Bilanz. S&P Globals Bilanz ist insgesamt gut, aber nicht makellos. Die Nettoverschuldung ist gemessen am EBITDA problemlos tragbar und die Zinsen sind sehr gut abgesichert. Gleichzeitig ist der Goodwill-Anteil außergewöhnlich hoch und sorgt für ein klares Bilanzrisiko. Wegen der stabilen Einnahmen, hohen Margen und starken Marktposition dürfte S&P Global aber auch eine deutlich schwächere Phase finanziell gut überstehen.

Chancen & Risiken
Chancen
Monetarisierung proprietärer Daten durch künstliche Intelligenz. S&P Global verfügt über schwer reproduzierbare Finanz-, Unternehmens-, Kredit- und Rohstoffdaten. Lösungen wie die Kensho LLM-ready API ermöglichen es Kunden, diese Daten direkt in eigene KI-Anwendungen und Arbeitsabläufe einzubinden. Dadurch können neue Produkte entstehen, die Nutzung bestehender Datensätze steigen und die Kundenbindung zunehmen.
Strukturelles Wachstum bei passiven Anlageprodukten. S&P Dow Jonees Indices profitiert davon, dass weltweit mehr Kapital in ETFs und indexgebundene Produkte fließt. Da ein Teil der Erlöse vom verwalteten Vermögen und vom Handelsvolumen abhängt, können steigende Aktienmärkte und anhaltende Mittelzuflüsse überproportional zum Ergebniswachstum beitragen.
Wachstum von Ratings durch private Kreditmärkte und Refinanzierungen. Die steigende Bedeutung privater Kreditfinanzierungen, komplexerer Schuldtitel und wiederkehrender Refinanzierungen erhöht den Bedarf an Bonitätsbeurteilungen und Risikoanalysen. S&P Global kann dadurch seine starke Stellung im Ratinggeschäft auf weitere Emittenten und Anlageklassen ausweiten. Das Unternehmen bezeichnet Qualität, Integrität und Transparenz seiner Ratings als Kern des Angebots.
Steigende Nachfrage nach Energie- und Rohstoffinformationen. Energiewende, geopolitische Konflikte, neue Handelsströme und volatile Rohstoffpreise erhöhen den Informationsbedarf von Unternehmen, Investoren und Regierungen. S&P Global Energy kann seine Preisdaten, Benchmarks und Analyselösungen dadurch stärker in operative Entscheidungsprozesse integrieren.
Höhere Fokussierung nach der Abspaltung von Mobility. Die am 1. Juli 2026 abgeschlossene Trennung des Mobility-Geschäfts reduziert die Komplexität und konzentriert S&P Global auf Market Intelligence, Ratings, Energy und Indices. Die klarere Struktur kann Margen, Kapitalallokation und Bewertung verbessern. Die mittelfristigen Konzernziele wurden bereits ohne Mobility formuliert.
Risiken
Abhängigkeit des Ratinggeschäfts von der Emissionstätigkeit. Ein starker Rückgang bei Unternehmensanleihen, strukturierten Finanzierungen oder Refinanzierungen würde die transaktionsabhängigen Ratingerlöse unmittelbar belasten. Hohe Zinsen, Rezessionen oder instabile Kapitalmärkte können dieses Geschäft kurzfristig deutlich schwanken lassen.
Schadenshöhe: hoch, Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel
Disruption des Datenmarktes durch künstliche Intelligenz. Generative KI erleichtert die Auswertung großer Informationsmengen und könnte einzelne Analysefunktionen von Capital IQ automatisieren oder austauschbarer machen. Gelingt es Wettbewerbern, günstigere Lösungen mit ausreichend guten Daten anzubieten, könnten Preissetzungsmacht und Wachstum von Market Intelligence sinken.
Schadenshöhe: mittel, Eintrittswahrscheinlichkeit: hoch
Regulatorische Eingriffe und Haftungsrisiken im Ratinggeschäft. Kreditratings beeinflussen Finanzierungskosten und Anlageentscheidungen, weshalb S&P Global weltweit streng beaufsichtigt wird. Fehlbewertungen, Interessenkonflikte oder Verstöße gegen regulatorische Vorgaben könnten zu hohen Strafen, Klagen und dauerhaftem Vertrauensverlust führen. S&P Global nennt regulatorische und rechtliche Risiken ausdrücklich als mögliche wesentliche Belastungen.
Schadenshöhe: hoch, Eintrittswahrscheinlichkeit: niedrig
Cyberangriffe, Systemausfälle und fehlerhafte Daten. Kunden verlassen sich bei Handel, Portfoliosteuerung und Risikomanagement auf aktuelle und korrekte Informationen. Ein größerer Ausfall, Datendiebstahl oder Fehler in Ratings, Indexberechnungen und Preisbenchmarks könnte Kundenprozesse beeinträchtigen und erhebliche Reputationsschäden verursachen.
Schadenshöhe: mittel, Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel
Nachlaufende Risiken der Mobility-Abspaltung. Obwohl die Trennung am 1. Juli 2026 abgeschlossen wurde, können aus der Entflechtung von IT-Systemen, Verträgen und zentralen Funktionen noch vorübergehende Kosten oder operative Störungen entstehen. Zudem ist S&P Global seit der Abspaltung stärker von Finanzmärkten, Emissionstätigkeit und institutionellen Datenkunden abhängig.
Schadenshöhe: niedrig, Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel


Bewertung
Historische Bewertung
S&P Globals Umsatzbewertung liegt aktuell bei 8,6 und damit rund 6,5 % unter dem historischen Median von etwa 9,2. Die Aktie wird auf dieser Basis momentan mit einem moderaten Abschlag zu ihrem langfristigen Durchschnitt gehandelt und erscheint daher eher leicht unterbewertet. Gleichzeitig liegt das Niveau weiterhin deutlich über den Bewertungen der Jahre 2015 bis 2019.
Bis 2028 dürfte das Multiple laut Prognose schrittweise auf etwa 7,9 sinken. Dahinter steht vor allem das erwartete Umsatzwachstum, während der Aktienkurs rechnerisch unverändert bleibt. Dadurch würde sich der Abstand zum historischen Median weiter vergrößern und die Bewertung auf Umsatzbasis zunehmend attraktiver erscheinen.

S&P Globals KGV liegt aktuell bei 27,4 und damit rund 8,5 % unter dem historischen Median von ungefähr 30. Gemessen am eigenen langfristigen Bewertungsniveau ist die Aktie daher tendenziell leicht unterbewertet. Die starke Korrektur seit Anfang 2026 hat den zuvor über Jahre üblichen Bewertungsaufschlag inzwischen vollständig abgebaut.
Für die kommenden Jahre wird ein weiterer Rückgang auf etwa 25 im Jahr 2027 und rund 22 im Jahr 2028 erwartet. Steigende Gewinne würden die Bewertung damit deutlich unter den historischen Durchschnitt drücken. Sofern die Prognosen erreicht werden, könnte die Aktie trotz eines unveränderten Kurses zunehmend günstiger erscheinen.

Rendite basierend auf KGV-Modell
Für die Bewertung der S&P Global-Aktie verwenden wir ein eigenes Modell, das auf dem Kurs-Gewinn-Verhältnis basiert. Damit lässt sich abschätzen, wie sich das operative Geschäft und die Bewertung der Aktie unter unterschiedlichen Annahmen bis 2036 entwickeln könnten.
Wir betrachten drei Szenarien: ein mittleres Szenario, ein Bären-Szenario und ein Bullen-Szenario. Je nach Szenario treffen wir unterschiedliche Annahmen zum organischen Wachstum, zu Übernahmen, zur EBIT-Marge und zum zukünftigen KGV.
Aktuell wird die S&P Global-Aktie mit einem KGV von 27,4 bewertet. Zusätzlich zur möglichen Kursentwicklung rechnen wir in allen drei Szenarien mit einer durchschnittlichen Ausschüttungsrendite von 2,0 % pro Jahr.
Mittleres Szenario
In diesem Szenario gehen wir davon aus, dass S&P Global seine führende Position bei Ratings, Finanzdaten, Indizes und Marktinformationen behauptet. Steigende Datenmengen, regelmäßige Preiserhöhungen und eine wachsende Nachfrage nach professionellen Finanzinformationen unterstützen das langfristige Wachstum.
- Wir rechnen mit 6,0 % organischem Umsatzwachstum pro Jahr.
- Übernahmen tragen zusätzlich durchschnittlich 1,0 % zum jährlichen Umsatzwachstum bei.
- Die EBIT-Marge steigt bis 2036 von aktuell rund 43 % auf 48 %.
- Das KGV sinkt bis 2036 auf 25 und liegt damit unter dem historischen Median der Aktie.
Damit erhalten wir eine erwartete Kursrendite von 6,0 % pro Jahr. Zusammen mit einer Ausschüttungsrendite von 2,0 % ergibt sich eine erwartete Gesamtrendite von 8,0 % pro Jahr.
Bären-Szenario
In diesem Szenario entwickeln sich die Kapitalmärkte schwächer. Die Emissionstätigkeit bleibt gedämpft, das organische Wachstum verlangsamt sich und S&P Global kann Preise weniger stark erhöhen. Übernahmen leisten einen größeren Wachstumsbeitrag, können die schwächere operative Entwicklung jedoch nur teilweise ausgleichen.
- Wir rechnen mit 4,0 % organischem Umsatzwachstum pro Jahr.
- Übernahmen tragen zusätzlich durchschnittlich 1,5 % zum jährlichen Wachstum bei.
- Die EBIT-Marge liegt 2036 bei 42 %.
- Das KGV fällt auf 20, weil Investoren dem Unternehmen aufgrund des niedrigeren Wachstums eine deutlich geringere Bewertung zugestehen.
Damit erhalten wir eine erwartete Kursrendite von lediglich 0,8 % pro Jahr. Zusammen mit einer Ausschüttungsrendite von 2,0 % ergibt sich eine erwartete Gesamtrendite von 2,8 % pro Jahr.
Bullen-Szenario
In diesem Szenario profitiert S&P Global von einer starken Entwicklung der weltweiten Kapitalmärkte. Die Nachfrage nach Ratings, Indizes und Finanzdaten wächst überdurchschnittlich. Neue Produkte gewinnen schnell an Bedeutung, während Preiserhöhungen und Skaleneffekte für zusätzliches Wachstum sorgen.
- Wir gehen von 5,0 % organischem Umsatzwachstum pro Jahr aus.
- Übernahmen tragen zusätzlich durchschnittlich 0,5 % zum jährlichen Wachstum bei.
- Die EBIT-Marge steigt bis 2036 auf 52 %.
- Das KGV liegt 2036 bei 30 und damit ungefähr auf Höhe des historischen Medians der Aktie.
Damit erhalten wir eine erwartete Kursrendite von 9,9 % pro Jahr. Zusammen mit einer Ausschüttungsrendite von 2,0 % ergibt sich eine erwartete Gesamtrendite von 11,9 % pro Jahr.
Ergebnis
Beim aktuellen Aktienkurs von 450,84 US Dollar erhalten wir eine durchschnittliche Renditeerwartung von rund 6,8 % pro Jahr. Beim aktuellen Kurs erscheint die S&P Global-Aktie damit fair bis leicht ambitioniert bewertet. Unterhalb von 350 US Dollar würde die Renditeerwartung mit etwa 9,5 % deutlich attraktiver ausfallen.
Oberhalb des aktuellen Kurses nimmt das Renditepotenzial dagegen schnell ab.

Fazit
S&P Global ist einer der wichtigsten Anbieter von Finanzdaten, Kreditratings, Indizes und Rohstoffinformationen. Banken, Investoren und Unternehmen nutzen die Daten täglich für Entscheidungen, Verträge und Risikomodelle. Viele Produkte sind tief in die Arbeitsabläufe der Kunden eingebunden. Das sorgt für hohe Wechselkosten und planbare Erlöse. 2025 erzielte S&P Global einen Umsatz von 15,3 Mrd. US Dollar.
S&P Global ist in zwei attraktiven Märkten stark aufgestellt. Der Markt für Finanzdatenservices soll bis 2035 auf rund 59 Mrd. US Dollar wachsen. Im Kreditratingmarkt besitzt S&P Global rund 40 % Marktanteil und liegt damit praktisch gleichauf mit Moody’s. Hohe regulatorische Anforderungen, jahrzehntelange Datenbestände und das Vertrauen der Investoren schützen die etablierten Anbieter vor neuen Wettbewerbern.
Die Kennzahlen fallen stark aus. S&P Global erreicht im AktienInsight-Rating 8 von 9 Punkten. Der Umsatz wuchs in den vergangenen zehn Jahren um durchschnittlich 11,2 % pro Jahr. 2025 lag die EBIT-Marge bei 42,9 %. Mit einem erwarteten KGV von 27,4 ist die Aktie nicht günstig, liegt aber unter ihrem historischen Median von rund 30.
Chancen bieten vor allem künstliche Intelligenz, Private Markets, wachsende ETF-Vermögen und die stärkere Nutzung von Energie- und Rohstoffdaten. Die Abspaltung von Mobility macht den Konzern zudem fokussierter. Risiken bleiben die Abhängigkeit der Ratingerlöse von neuen Anleihen, regulatorische Eingriffe und mögliche Angriffe durch günstigere KI-Lösungen. Auch Cyberangriffe oder fehlerhafte Daten könnten den Ruf des Unternehmens beschädigen.
Wir stufen die S&P-Global-Aktie beim aktuellen Kurs als Halten ein. Bei 450,84 US Dollar ergibt das Bewertungsmodell eine erwartete Rendite von rund 6,8 % pro Jahr. Erst unterhalb von 350 US Dollar steigt sie auf attraktivere 9,5 %. Für langfristige Anleger bleibt die Aktie interessant. Für einen direkten Kauf würden wir aber auf einen günstigeren Einstieg warten.
Über den Autor
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Ibo Ahmiane (ProfessorFinanzen)
Vom normalen Bankangestellten zu einem der erfolgreichsten Finfluencer. Ibo spricht auf seinen Social Media Kanälen über finanzielle Bildung und erreicht dort schon über 2,2 Millionen Menschen. Durch seine Arbeit in der Bank musste er immer wieder feststellen, dass die meisten Menschen keine Ahnung davon haben, wie sie richtig mit ihrem Geld umgehen. Unser Bildungssystem hat scheinbar keinen Platz für Finanzbildung und das will er ändern. Ibo selbst hat im Alter von 28 Jahren bereits über 1.000.000€ investiert.
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